Finger weg von C-Map by Jeppesen Karten?

Wenn man elektronisch navigiert, z.B. mit dem Coastal Explorer, braucht man natürlich digitale Seekarten.
Die gibt es von unterschiedlichen Herstellern: NV-Verlag, Navionics, C-Map by Jeppesen und Chartworld.

Ich nutze immer schon Karten vom NV-Verlag und bin damit sehr zufrieden, es sind aber Rastercharts und manchmal sind Vektorcharts auch ganz praktisch. Außerdem ist es immer schlau, in schwierigen Seegebieten noch einen zweiten Kartenanbieter zu Rate zu ziehen.

Auf meinem Raymarine e7 habe ich Karten von Navionics und finde die recht gut, CoastalExplorer kann zwar auch Navionics-Karten verarbeiten (wenn man sie via Chartworld kauft), ich wollte aber mal C-Map ausprobieren und habe daher mal eine C-Map Karte gekauft (was sehr bequem über den in CoastalExplorer integrierten Shop geht).

Drei allgemeine Dinge haben mich von Anfang an gestört:

  • Die Karten enthalten viel, viel weniger Details als die NV Karten. Seezeichen sind natürlich drin, aber Landmarken, Schifffahrtswege, empfohlene Routen durch schwierige Gebiete etc. sind da nicht drin.
  • Das sogenannte „Obstacle-Checking“ funktioniert mit C-Map Karten nicht, obwohl es Vektorkarten sind. Beim Obstacle-Checking prüft Coastal Explorer, ob auf einer geplanten Route Hindernisse sind: flache Stellen, zu niedrige Brücken etc. Mit Rasterkarten wie den NV Karten kann das prinzipbedingt nicht funktionieren, mit Vektorkarten sollte das aber funktionieren.
  • Das Kartenbild gefällt mir optisch nicht so gut – das ist aber natürlich persönliche Geschmackssache.

Aber da C-Map sowieso nur die Zweitkarte ist, war das ärgerlich, aber nicht ganz so wichtig. Die Verfügbarkeit von Updates für die C-Map Karten dagegen sind wichtig.

Meine C-Map Karte habe ich am 30. Januar 2014 gekauft. Nun haben wir Anfang Mai 2014, und ich wollte mal ein Update machen. NV Karten werden fast monatlich aktualisiert, Navionics bietet tägliche Updates. Merke:

Aktuelle Karten sind die Basis für sichere Navigation!

Dieser simple Satz wird von Jeppesen offensichtlich nicht beherzigt. Ich habe nun nämlich gelernt, dass Jeppesen die C-Map Karten ungefähr drei mal pro Jahr aktualisiert. In Worten: drei.

Und dann ist auch noch jedes Update kostenpflichtig, und zwar 50% des Originalpreises. Wenn ich also dreimal im Jahr aktualisiere (was in machen Gebieten viel zu wenig ist), dann bezahle ich noch mal das 1,5fache des Originalpreises!

Bei NV und Navionics sind die Updates für ein Jahr kostenlos, und genauso erwarte ich das auch.

Also, damit hat sich C-Map bei mir disqualifiziert.

Dosenbrot: leckeres Schwarzbrot, egal wo man hinfährt

Vor ein paar Tagen beschrieb ich es noch als „Proviantexperiment„, nun haben wir mal die erste Dose aufgemacht und probiert. Zur Erinnerung, so sieht das Dosenbrot aus:

Foto

 

Getestet haben wir die Dose „Schiffsbrot“, das ist ein dunkles Brot mit Nüssen drin. Das Brot schmeckt tadellos und eigentlich genauso wie normal abgepacktes Brot. Frisch vom Bäcker schmeckt es natürlich noch besser, aber die Alternative stellt sich in vielen Gegenenden ja nicht.

Für den anstehenden Urlaub in Schweden jedenfalls ist das eine gute Sache und ich werde mehr von diesen Dosen bunkern. Zu bekommen ist das Dosenbrot unter schwarzbrot.com.

 

 

 

Fest in Damp

Um 1307 gingen die Maschine aus und wir waren fest auf unserem Platz in Damp.
Die Passage war ereignislos, die Crew hat gelesen oder geschlafen, ich hatte Zeit, um Blogeinträge zu schreiben und mit dem Radar zu üben (Merke: üben sollte man bei guter Sicht, damit man Radarechos mit tatsächlich sichtbaren Objekten vergleichen kann).

Eine sehr schöne Woche ist nun zu Ende, aber der nächste Törn ist nicht mehr weit.

Statistik: 112,5 Seemeilen, 19,9 Betriebsstunden.

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Von Marstal zurück nach Damp

Gestern war unser letzter gemeinsamer Urlaubstag mit unseren Freunden. Das Wetter war etwas weniger gut als an den anderen Tagen: leicht bedeckt und kalt (Lufttemperatur 11 Grad), aber trocken. Und können wir uns über das Wetter in dieser Woche beschweren?

Nein, ganz bestimmt nicht. Mehr Wetterglück kann man Ende April/Anfang Mai wirklich nicht haben.

Heute geht es nun zurück nach Damp, die Vorhersage lautet NW 2 bis 3, gegen Nachmittag dann leicht zunehmend. Gestern abend war der Wind vollkommen eingeschlafen und im Hafen von Marstal war spiegelglattes Wasser.

Wir sind um 0830 aufgestanden und da war es immer noch windstill, zumindest im Hafen. Also schnell anziehen und Leinen los, die Kinder haben noch in den Kojen rumgelungert. Eigentlich hatte ich Leo angeboten, den Ableger zu fahren, zum üben wäre das heute perfekt gewesen. Aber die warme Koje war dann doch attraktiver, so dass Steffi und ich alleine abgelegt haben.

Viel war dabei ja nicht zu tun, wir lagen in Lee längsseits am Steg und mussten also nur die Leinen loswerfen, dann trieb das Boot von alleine langsam vom Steg weg und ich musste nur noch ein paar kurze Gasstöße rückwärts geben. Dann drehen und im Fahrwasser an den Stegen und der Werft vorbei. Im Hafen von Marstal sollte man sich unbedingt im Fahrwasser halten, d.h. nicht den roten Tonnenstrich überfahren, dahinter wird es sofort sehr flach und da saß schon manch einer auf Schiet.

Direkt an der Hafenausfahrt nach Stb abbiegen und dann fängt das kurze betonnte Fahrwasser Richtung offene Ostsee an. Direkt nach dem Verlassen des Fahrwassers habe ich dann den Autopiloten auf Kurs 228 Grad eingestellt, dann wurden Brötchen aufgebacken und erstmal gefrühstückt.

Auf der See waren dann auch die vorhergesagten 2 bis 3 Windstärken aus Nordwest, genau eine der Richtungen mit dem größtmöglichen Fetch (Strecke, die der Wind über das Wasser wehen kann), und so ist hier selbst bei dem bisschen Wind ein leichter Seegang, hier und da sieht man sogar ein Schaumkrönchen.

Auf der technischen Seite musste ich heute morgen feststellen, dass die Bb-Seewasserpumpe immer noch leckt und ich wieder etwas Wasser in der Bilge habe… diese Pumpe leckt schon seit Jahren mal mehr mal weniger und ich muss jetzt wohl akzeptieren, dass ich sie nicht dicht bekomme. Da muss eine Neue her, damit ich irgendwann mal das Ziel einer wirklich trockenen Bilge erreiche.

Ansonsten ist die Fahrt erstmal unspektakulär, die Ostsee ist leer, nur einen Angelkutter treffen wir kurz hinter Aerø. Die Sonne lacht und es verspricht eine schöne, ruhige Passage zu werden.

ETA Damp ist 1300.

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