Reinigung und Desinfektion der Frischwasseranlage

Bei Saisonstart sollte ja die Frischwasseranlage auf dem Boot gereinigt und desinfiziert werden, um Bioschlamm in den Schläuchen und im Tank zu entfernen und ggf. vorhandene Keime abzutöten.
Im Yacht-Zubehörhandel gibt es dafür eine Reihe von Mitteln, die alle recht teuer sind.

Eine sehr günstige Lösung habe ich dieses Jahr das erste mal getestet: Dan Klorix. Dieser Reiniger enthält als Wirkstoff nur Natriumhypochlorit („Chlor“) und kann hervorragend zur Desinfektion eingesetzt werden.
Ich habe 2 Flaschen á 1,5 Liter mit ca. 50 Litern Wasser in den leeren Tank gefüllt, diese Lösung dann einen Augenblick lang durch alle Wasserhähne laufen lassen und das Ganze dann eine Nacht einwirken lassen.

Am nächsten Tag kam dann aus den Wasserhähnen erstmal eine ganz schön braune Suppe heraus – das war der Bioschlamm, der sich in den Schläuchen festgesetzt hatte.
Die Reinigungswirkung war also offensichtlich erheblich!

Auch eine Sichtprüfung der (transparenten) Schläuche hat die Reinigungswirkung offensichtlich werden lassen: der vorher sichtbare braune Belag war verschwunden, die Schläuche wieder ganz klar.

Nach der Reinigung mit Dan Klorix muss das System mehrfach durchgespült werden – das muss es aber bei anderen Reinigungsmitteln auch. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, Dan Klorix gibt es in fast jedem Supermarkt und kostet einen Bruchteil der Mittel aus dem Yacht-Zubehörhandel.

Keine Wasserflaschen mehr schleppen: trinkbares Trinkwasser an Bord

Wir sind zu viert an Bord, und wenn man in den Ferien zwei oder drei Wochen unterwegs ist, muss eine Menge Wasser in Flaschen gebunkert werden. Das ist ziemlich nervig:

  • Auch wenn es Plastikflaschen sind, ist das viel Schlepperei.
  • Die ganzen Flaschen müssen irgendwo untergebracht werden.
  • Und wenn die Flaschen leer sind, müssen sie immer noch gelagert und bei Gelegenheit wieder abgegeben werden.

Ein Erwachsener soll pro Tag mindestens zwei Liter trinken. Wenn es im Sommer heiß ist, entsprechend mehr. Aber nehmen wir als Hausnummer einfach die zwei Liter pro Erwachsener pro Tag plus ein Liter pro Kind pro Tag.
Natürlich trinkt man nicht nur Wasser, aber wir zumindest zum größten Teil. Den abendlichen Wein oder das Bier zähle ich nicht zum Zwei-Liter-Trinksoll.

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MY Julius: im Maschinenraum

Die Julius ist mit Technik vollgepackt und ich möchte Euch auf einen Rundgang durch den Maschinenraum mitnehmen:

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Wobei es eher „rundkriechen“ heißen müsste, Stehhöhe hat man dort nämlich nicht. Im Foto oben seht Ihr den Blick durch die Tür zum Maschinenraum.

In der Mitte thront natürlich die Antriebsmaschine, eine DAF 815, 6 Zylinder mit 8,4 Litern Hubraum. Das ist eine echte Industriemaschine und für den Dauerlauf gemacht.

Vom Foto aus gesehen vorne an der Maschine läuft die Antriebswelle und ist die Hydraulikpumpe angeflanscht. Das Hydrauliksystem wird für die Ruderanlage und die Stabilisatoren benötigt. 

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Frischwasser auf dem Boot frisch halten: Mit Zement.

Auf der JULIUS wird Frischwasser in einem Tank gebunkert, der direkt aus dem Rumpf des Schiffes besteht – aus Stahl also. Oben ist er mit Edelstahl abgeschlossen und hat ein Mannloch:

Frischwasser Tank auf dem Boot JULIUS
Frischwassertank auf dem Boot JULIUS

Da steht nun also Wasser ständig direkt auf dem Stahl der Schiffshülle. Das wirft zwei Fragen auf:

  1. Rostet das nicht durch?
  2. Wie bleibt das Wasser frisch?

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