So kann die Ostsee aussehen

Ich bin gerade auf dem Weg zurück von Dyvig (Dänemark) nach Damp auf der nach Osten offenen Ostsee. In der Regel ist ja immer etwas Wind und dann hat man auch immer Seegang, mal mehr, mal weniger.

So wie heute ist es selten: Spiegelglatt. Nicht so schön für die Segler, sehr angenehm dagegen für uns 🙂

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Ansteuerung Dyvig – einer der schönsten Ecken in der westlichen Ostsee

Ich habe die Ansteuerung von Dyvig mal aufgenommen und ein kurzes Video draus gemacht. Dyvig ist immer einen Abstecher wert!


Ankern in Hørup

Wir sind über Himmelfahrt auf einem kurzen Kurztörn unterwegs… beim Boot waren wir schon MIttwoch abend, aber Donnerstag über Tag war es zu ungemütlich, um mit der Familie zu fahren. Donnerstag abend waren super Bedingungen, aber wir haben uns in Damp amüsiert und das Ablegen auf Freitag verschoben.

Heute am Freitag also ging es um 0830 los Richtung Norden. Um 1130 wollte eine Flotille klassischer Schiffe aus Sønderborg ablegen und im Rahmen der Rum-Regatta nach Flensburg segeln.

Wir waren um 1140 in der Flensburger Förde und haben diese Regatta nur von Weitem gesehen. Auf jeden Fall war dann aber wieder Platz im Stadthafen von Sønderborg, so dass wir dort einen Zwischenstopp einlegen konnten.

Der Wind wehte übrigens durchaus spürbar aus West, zwischen 4 und 5, so dass wir in Sønderborg ganz bequem anlegen konnten: einfach vor dem Kai stehenbleiben und sich rantreiben lassen.

Das Ablegen dagegen ist ein anderes Thema: wenn der Wind voll auf den Kai steht, ist es normalerweise schwierig, da weg zu kommen. Mit einem simplen Trick geht es aber ganz einfach: eine Leine von der seeseitigen Achterklampe diagonal zum Kai. Dann alle anderen Leinen los, Ruder landwärts legen und leicht Gas geben. Das Boot dreht sich dann nicht zum Kai sondern genau gegenteilig zum Wasser, so dass man kurze Zeit später frei vom Kai ist, die Leine loswerfen und einfach abfahren kann.

Diesen Trick haben wir am Nachmittag dann gemacht und sind so sehr sourverän vom Kai freigekommen und konnten den Katzensprung nach Hørup machen. Der Hafen dort war um die Zeit natürlich proppevoll, aber wir wollten soviel ankern. Nachdem ich ja nun einen fähigen Anker habe (Jambo 30kg), ist das auch bei viel Wind gar kein Problem.

In Damp hatten wir noch lecker was zum grillen eingekauft. Also schnell den Grill aufs Achterdeck gestellt, angezündet (was gar nicht so einfach war bei dem Wind) und etwas später konnten wir dann sehr gut essen.

Nun liegen wir hier in der untergehenden Abendsonne, der Wind pfeift ums Boot und es ist sehr gemütlich.
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Ankern in Hørup am Morgen

Heute morgen hat der Wind etwas zugelegt, auf 5-6. In der Bucht hier kann man sogar ein paar Schaumkrönchen sehen. Aber er weht weiter aus West, zurück nach Damp sind wir also im Landschutz unterwegs, von einem kurzen Stück über die Flensburger Förde abgesehen.

Die Nacht war ansonsten ereignislos, bis auf ein etwas nerviges Schlagen der Ankerkette gegen die Klüse, trotz einer Leine mit der die Kette gespannt gehalten werden sollte.

Auf dem letzten Foto sieht man meinen Ankerwächter: iDrifter XL auf dem iPad. An den weißen Punkten sieht man, wie sich das Boot vor Anker bewegt.

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