Von Marstal zurück nach Damp

Gestern war unser letzter gemeinsamer Urlaubstag mit unseren Freunden. Das Wetter war etwas weniger gut als an den anderen Tagen: leicht bedeckt und kalt (Lufttemperatur 11 Grad), aber trocken. Und können wir uns über das Wetter in dieser Woche beschweren?

Nein, ganz bestimmt nicht. Mehr Wetterglück kann man Ende April/Anfang Mai wirklich nicht haben.

Heute geht es nun zurück nach Damp, die Vorhersage lautet NW 2 bis 3, gegen Nachmittag dann leicht zunehmend. Gestern abend war der Wind vollkommen eingeschlafen und im Hafen von Marstal war spiegelglattes Wasser.

Wir sind um 0830 aufgestanden und da war es immer noch windstill, zumindest im Hafen. Also schnell anziehen und Leinen los, die Kinder haben noch in den Kojen rumgelungert. Eigentlich hatte ich Leo angeboten, den Ableger zu fahren, zum üben wäre das heute perfekt gewesen. Aber die warme Koje war dann doch attraktiver, so dass Steffi und ich alleine abgelegt haben.

Viel war dabei ja nicht zu tun, wir lagen in Lee längsseits am Steg und mussten also nur die Leinen loswerfen, dann trieb das Boot von alleine langsam vom Steg weg und ich musste nur noch ein paar kurze Gasstöße rückwärts geben. Dann drehen und im Fahrwasser an den Stegen und der Werft vorbei. Im Hafen von Marstal sollte man sich unbedingt im Fahrwasser halten, d.h. nicht den roten Tonnenstrich überfahren, dahinter wird es sofort sehr flach und da saß schon manch einer auf Schiet.

Direkt an der Hafenausfahrt nach Stb abbiegen und dann fängt das kurze betonnte Fahrwasser Richtung offene Ostsee an. Direkt nach dem Verlassen des Fahrwassers habe ich dann den Autopiloten auf Kurs 228 Grad eingestellt, dann wurden Brötchen aufgebacken und erstmal gefrühstückt.

Auf der See waren dann auch die vorhergesagten 2 bis 3 Windstärken aus Nordwest, genau eine der Richtungen mit dem größtmöglichen Fetch (Strecke, die der Wind über das Wasser wehen kann), und so ist hier selbst bei dem bisschen Wind ein leichter Seegang, hier und da sieht man sogar ein Schaumkrönchen.

Auf der technischen Seite musste ich heute morgen feststellen, dass die Bb-Seewasserpumpe immer noch leckt und ich wieder etwas Wasser in der Bilge habe… diese Pumpe leckt schon seit Jahren mal mehr mal weniger und ich muss jetzt wohl akzeptieren, dass ich sie nicht dicht bekomme. Da muss eine Neue her, damit ich irgendwann mal das Ziel einer wirklich trockenen Bilge erreiche.

Ansonsten ist die Fahrt erstmal unspektakulär, die Ostsee ist leer, nur einen Angelkutter treffen wir kurz hinter Aerø. Die Sonne lacht und es verspricht eine schöne, ruhige Passage zu werden.

ETA Damp ist 1300.

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