Heute geht es wieder zur Julius – morgen nach Helgoland

Es geht weiter. Heute nachmittag mit der Bahn wieder nach Bremerhaven, morgen um 0800 mit ablaufende Wasser (HW Bremerhaven 0528) Richtung Helgoland.

So sonnig wie gestern und heute wird es leider nicht, und Wind gibt es auch etwas:

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Aber die Kinder sind dieses mal nicht dabei, daher kann ich in aller Ruhe ausprobieren, wie sich das Schiff bei 5-6 Windstärken auf der Nordsee verhält – und welche Einstellung der Stabilisatoren dafür am besten ist. Das wird interessant!

In Helgoland gehe ich dann gleich an die Tankstelle, und Samstag geht es dann weiter Richtung Elbe und Glückstadt. Gut ist, dass zumindest in Helgoland schon ein wenig Schwimmsteg liegt.

Ich hätte so gerne Schwimmstege…

Als Winterfahrer muss man echt Kompromisse eingehen. Dass in den Häfen noch kein Wasser und auch sonst kein Betrieb ist, kann ich verstehen. Und mit der Julius bin ich ja lange autonom, das ist also nicht schlimmm.

Aber dass in den ganzen gezeitenabhängigen Häfen keine Schwimmstege ausliegen, nervt schon etwas. In Emden war das so, und in Oldenburg mussten wir auch direkt an der Kaje festmachen.

Nun habe ich für den Rest der Route recherchiert: in Helgoland sollen zumindest ein paar Meter Steg liegen, aber die reguläre Steganlage ist auch dort noch im Winterschlag. Genauso im Außenhafen in Glückstadt. Also werde ich auch dort direkt am Kai festmachen müssen, was ich als etwas nervig empfinde.

Ich könnte auch ankern – aber die Nacht über mit einem Anker, mit dem ich noch nie geankert habe, in einem Tidengewässer ankern – das klingt nach einer schlechten Idee. Sowas würde ich erstmal am Tage testen wollen.

Ich werde sehen, wie es sich ergibt. Auf jeden Fall bleibt es spannend. Am Freitag geht es weiter.

Nachtrag vom 10. März:

In Helgoland liegen an der Ostkaje zwei kurze Schwimmstege aus, so ein Hinweis von segeln-forum.de. Das ist ja schon mal was!

Hafentag in Bremerhaven, morgen geht es nach Hamburg

Heute haben wir uns einen schönen Urlaubstag in Bremerhaven gemacht. Wir haben gut mit frischen Brötchen gefrühstückt und sind dann in den Zoo am Meer. Das war sehr nett! Ein wirklich gut gemachter Zoo, man kann die Tiere sehr gut sehen und beobachten und es gibt eine Menge zu lesen und zu lernen.

Wo kann man sonst schon mal einen Eisbären unter Wasser beim Schwimmen zugucken? Oder eine junge Eisbär-Dame beim Spielen mit einem Ball?

Dann haben wir noch ein paar Sachen für die Julius geshoppt und haben den Tag einfach ruhig verbracht.

Morgen macht der Überführungstörn dann eine Pause und wir fahren erstmal nach Hause. Am kommenden Freitag geht es dann weiter, aller Voraussicht nach dann nach Helgoland zu bunkern. Anschließend geht es mit der Tide in einem Rutsch bis Glückstadt, und am kommenden Sonntag dann nach Hamburg.

Auf jeden Fall steht die Tide an diesen Tagen günstig, und die Windvorhersage ist bisher auch gut.

Fest in Bremerhaven

Heute sind wir entspannt um 0930 aus Oldenburg los gefahren, kurz vor Niedrigwasser. So konnten wir durch die Eisenbahnbrücke bei Oldenburg direkt durchfahren, ohne eine Öffnung anzufordern.

In der Hunte war dann schon ziemlich wenig Wasser, das heißt: es war ganz schön eng. Zum Glück kam uns kein Binnenschiff entgegen. Und es war noch 3,5m tief, also alles kein Problem.

Ansonsten war die Fahrt unspektakulär. Meine gestrige Optimierung an der Ruderanlage bzgl. der 0-Stellung des Ruders hat was gebracht. Es ist noch nicht 100%ig perfekt, aber 99%ig.

Auf der Weser hatten wir dann für über zwei Stunden die Tide gegen uns, was aber letztlich nur 2 bis 2,5 Knoten ausgemacht hat. Der Tipp in einem der Kommentare hier im Blog, diesen Gegenstrom einfach zu aktzeptieren, war goldrichtig. Und als Bremerhaven in Sicht war, hatte die Tide schon gekippt und wir waren wieder mit Normalgeschwindigkeit unterwegs.

Dann sind wir erstmal in die Geeste reingefahren, unter der Kennedybrücke kamen wir direkt durch. Und vor und nach der Kennedybrücke sollte ein Schwimmsteg sein. Aber wo ist der natürlich? Im Winterlager. Oder in Reparatur. Oder sonstwo, auf jeden Fall nicht, wo er hingehört.

Wir wollten schon weiter in die Geeste rein fahren, dann kam aber der rettende Hinweis in Form eines Kommentars zu meinem gestrigen Blog Eintrag: die Lloyd Marina hinter der Sportbootschleuse ist in Betrieb.

Ein richtige Hafen? Mit Stegen und womöglich sogar Strom und Müllentsorgung? Das wär ja zu schön… in meinem Nordseeführer stand allerdings, dass die Schleuse zu dieser Jahreszeit ab 15 Uhr keinen Betrieb mehr hat.

Ein paar Telefonate später war das aber geklärt. Wir haben die Schleuse auf UKW angerufen und uns dann schnell auf den Weg gemacht. Da war schon richtig ablaufendes Wasser mit um die drei Knoten Strömung, die quer zur Einfahrt der Schleuse stand. Es ging aber alles gut und wir haben die beste und bequemste Schleuse bisher erlebt – mit Schwimmstegen. Welch ein Luxus! Einfach festmachen am Steg und abwarten.

Und nach der Schleuse war dann die Lloyd Marina zu sehen, die tatsächlich in Betrieb war. Perfekt!

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Nach dem Festmachen und Klärung der Formalitäten im Hafenbüro sind wir noch ein wenig in der Gegend hier spazierengegangen. Und wir waren sehr positiv überrascht. Erinnert ein wenig an die Hafencity in Hamburg – viele schicke Häuser. Und direkt am Hafen ein Zoo, das Klimahaus, ein Schiffsmuseum in Reichweite und – ganz wichtig für die Mädels – zwei Einkaufszentren mit allem, was das Shopping-Herz begehrt.

Also, hier kann man sich wohl fühlen. Und der Hafen ist sicher in allen Belangen, und bezahlbar auch noch.

Damit ist die Entscheidung gefallen. Wir werden uns nicht bei Südwest 6-7 gegen die Tide nach Cuxhaven oder Helgoland quälen. Das macht einfach keinen Sinn.

Besser ist es, die Julius hier einfach ein paar Tage liegen zu lassen und am kommenden Freitag geht es dann weiter. Wie und wann genau plane ich noch, aber die Tide steht dann viel, viel, viel besser. Und auf akzeptablen Wind kann ich nur hoffen.

Hier noch ein paar Fotos:

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Soll ja auch irgendwie Urlaub sein – ein Hafentag in Oldenburg

Da wir ja sowieso einen Tag hängen und daher die Tide in Bremerhaven noch ungünstiger ist, als sie bei der ursprünglichen Planung schon war, und dazu auch noch weiterhin viel Wind angesagt ist, haben wir uns den Luxus eines Hafentages gegönnt.

Und das war auch richtig so. Alle hatten Lust, einfach mal einen Tag nicht zu fahren, und Oldenburg ist eine wirklich hübsche, nette Stadt. Und irgendwie soll es ja auch Urlaub sein – ein bisschen zumindest.

Und es war ein erfolgreicher Hafentag! Steffi hat ein paar schöne Sachen für das Schiff geshoppt und außerdem noch ein Kleid. Lena hat eine Hundeschule von Playmobil ergattert, Leo hat nichts gefunden, und selbst ich habe mir mal ein neues paar Schuhe gekauft. Da hat sich doch der Hafentag auch für Oldenburg gelohnt 🙂

Außerdem habe ich eine Kleinigkeit bei der Ruderanlage optimiert (0-Stellung von Tiller und Ruder waren nicht perfekt synchron). Dazu muss ich den Support von Radio Zeeland loben – ich bin ja nun kein professioneller Kunde, und die Euro 500 ist eine alte Anlage, trotzdem haben wie mir nach einem Tag kompetent geantwortet, wie ich so eine Einstellung vornehmen kann.

Außerdem habe ich noch die Warmluftschläuche der Heizung weiter isoliert. Ein Teil der Schläuche im Maschinenraum fehlten mir noch, und daher war es im Maschinenraum immer wärmer als in der Kajüte, was ja nun irgendwie ungerecht ist.

Nun geht es mir frischen Kräften gleich weiter nach Bremerhaven. Die Tide ist ungünstig und wir werden auflaufendes Wasser gegen uns haben, aber ein netter Mensch hat in einem Kommentar gesagt, dass das auf der Weser nicht so wild ist. Außerdem sind es nur 32 Meilen heute.

Und dann sind wir mal ganz gespannt, ob in Bremerhaven schon die Stege ausliegen 🙂