Seefahrer, seit er acht Jahre alt ist: Michael und seine Boote

M/V CRUM: Ein Schiff für Bedingungen, die kaum vorstellbar sind.
M/V CRUM: Ein Schiff für Bedingungen, die kaum vorstellbar sind.

Auf Hönö hatten wir auf Einladung an einem „Rettungskreuzer“ festgemacht. Mit dessen Besitzer, Michael Rasmussen (www.crumcrew.se) hatte ich nach dem Anleger etwas geschnackt. Anschließend ging Michael zu seinem zweiten Boot, der MIRA, die hinter der CRUM liegt und auf der er seit sechzehn Jahren wohnt.

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Zusammentreffen mit der Familie und eine interessante Begegnung auf Hönö

Mein erster Ankerplatz in den Schären vor Göteborg
Mein erster Ankerplatz in den Schären vor Göteborg

Steffi und die Kinder hatten sich am Freitag in Kiel mit der Stena Line in Richtung Göteborg eingeschifft und sollten am Samstag um 09:15 Uhr ankommen. Da es von meinem Ankerplatz, an dem ich Freitag angekommen war, noch 13 Seemeilen bis Göteborg waren bedeutete das: Früh aufstehen.

Also klingelte am Samstag um 05:15 Uhr der Wecker. Ich war noch müde und hatte überhaupt keine Lust, aufzustehen. Aber zu spät nach Göteborg zu kommen war ja auch keine Option, also dachte ich „Disziplin bitte, Skipper!“ und stand auf.

Etwas neidisch guckte ich allerdings doch auf Ole, den der Wecker nicht interessiert hat und ganz entspannt weiter schlief. Hund müsste man sein. Manchmal jedenfalls.

Ich hatte schon am Freitag gesehen, dass der Grund am Ankerplatz – den ich im obigen Foto mal mit der Drohne fotografiert habe – stark bewachsen ist und hatte daher etwas Zeit für das Ankermanöver eingeplant. Und als ich kurz nach halb sechs den Anker oben hatte, wusste ich, dass ich richtig lag:

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Von Damp nach Göteborg: Durch die Nacht alleine durch das Kattegat

Tschüss, Sejerø, danke für einen schönen Tag!
Tschüss, Sejerø, danke für einen schönen Tag!

Am nächsten Tag ging es dann um 16:00 Uhr weiter: Nun sollte es durch die Nacht über das Kattegat direkt in die Schären vor Göteborg gehen. Die Vorhersage blieb stabil: Wenig bis gar kein Wind. Und tatsächlich blies auf Sejerø schon ab Mittags nur ein sehr laues Lüftchen.

Da kann sich die Idee aufdrängen, auch schon früher los zu fahren. Jedoch: Sinn hätte es keinen gemacht. Denn die Nacht wollte ich ja auf dem freien Kattegat verbringen, wo mich nur andere Schiffe, aber keine Felsen, Tonnen oder Fischernetze beschäftigen. Und genau das hätte ein früherer Start bedeutet: Ich wäre in der Nacht in den Schären angekommen. Und will ich dort im Dunkeln navigieren?

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Von Damp nach Göteborg: Eine Planänderung, die sich als gute Idee erwies.

Kooikerhondje Bordhund Ole auf seiner Manöverstation.
Kooikerhondje Bordhund Ole auf seiner Manöverstation.

„Aaauuuuuf Manöverstation!“

Hörte Bordhund Ole das Kommando am Mittwoch um 04:15 Uhr. Ole sprang natürlich noch nicht von alleine zu seinem Manöverplatz auf der achterlichen Bank, dafür ist er noch zu jung. Nachdem ich ihn händisch dort positioniert und mit seiner Leine gesichert hatte, ging es los: Auf große Fahrt nach Göteborg, 208 Seemeilen, 32 Stunden. So jedenfalls der Plan.

Dieser frühe Morgen jedenfalls war schon mal sehr, sehr schön:

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