Hund an Bord: So habe ich unser Boot sicher für den Welpen gemacht

Hund an Bord: Der Kooikerhondje Welpe Ole zieht bei uns ein.
Hund an Bord: Der Kooikerhondje Welpe Ole zieht bei uns ein.

Das ist Ole, unser Hundebaby, erst etwas über acht Wochen alt. Ole ist ein Kooikerhondje und lebt sein ein paar Tagen bei uns zu Hause (mehr über die Rasse gibt es in diesem Buch zu lesen).

Nachdem sich der Welpe etwas zu Hause eingelebt hat, nehmen wir ihn natürlich auch mit auf das Boot. Aber: Ein Welpe ist ja ungestüm und übermütig – welche Gefahren lauern für einen Hund an Bord und was kann ich dagegen machen? 

Gefahren für einen Hundewelpen an Bord

Für einen Hundewelpen an Bord gibt es – zumindest auf der JULIUS – doch einige Stellen, die gefährlich sein können. Zum Beispiel so ein Niedergang:

Ein Niedergang mit einer steilen Treppe - eine Gefahr für einen Hundewelpen an Bord
Ein Niedergang mit einer steilen Treppe – eine Gefahr für einen Hundewelpen an Bord

Als Baby würde Ole da runterpurzeln, sich wehtun und hätte gleich schlechte Erfahrungen mit dem Boot.

Oder die Öffnungen im Schanzkleid an den Klampen:

Öffnungen im Schanzkleid auf Höhe der Klampen
Öffnungen im Schanzkleid auf Höhe der Klampen

Die JULIUS hat ein hohes Schanzkleid, so dass Ole der Kooikerhondje Welpe eigentlich sicher ist – bis eben auf diese Öffnungen.

Hund an Bord – sicher mit einfachen Maßnahmen

Für die Öffnungen im Schanzkleid brauchte ich also Platten, die ich nach Bedarf einfach an- und abnehmen kann. Für die Befestigung bei einem Stahlschiff bieten sich Magnete an, in diesem Fall habe ich aber Klettband genommen:

Klettband zur Fixierung der Kunststoff-Platten. Der Kleber hält überraschend zuverlässig!
Klettband zur Fixierung der Kunststoff-Platten. Der Kleber hält überraschend zuverlässig!

Und als Material für die Platten habe ich 2mm Kunststoff in cremeweiß verwendet, den es für wenig Geld bei Amazon gibt:

Die Kunststoff-Platte mit dem Klettband-Gegenstücken.
Die Kunststoff-Platte mit dem Klettband-Gegenstücken.

Durch das Klettband können die Platten ganz einfach für die Manöver abgenommen werden. Sonst im Hafen und unterwegs sind sie immer befestigt, das sieht dann so aus:

Das Loch ist verschlossen, die Platte aber jederzeit abnehmbar.
Das Loch ist verschlossen, die Platte aber jederzeit abnehmbar.
Die Platten passen farblich sogar recht gut zur JULIUS.
Die Platten passen farblich sogar recht gut zur JULIUS.

Die Konstruktion gewinnt sicher keinen Schönheitspreis, aber die Platten passen farblich ganz gut und es ist ja nur für ein paar Monate, bis Ole so groß ist, dass es auch ohne diese Platten sicher für den Hund an Bord ist.

Ähnliches habe ich auch bei den Niedergängen gemacht:

Sicherung des Niedergangs
Sicherung des Niedergangs
Die Platte ist hoch genug, dass der Hundewelpe sich nicht darüber traut. Aber niedrig genug, dass wir darüber steigen können.
Die Platte ist hoch genug, dass der Hundewelpe sich nicht darüber traut. Aber niedrig genug, dass wir darüber steigen können.

Der große Vorteil von dem Klettband ist, dass es später rückstandsfrei entfernt werden kann: Einfach abziehen, Reste vom Kleber können mit Terpentin entfernt werden.

Die große Treppe am Niedergang von außen nach innen habe ich mit Anti-Rutsch-Streifen sicherer gemacht.

Anti-Rutsch-Streifen auf dem großen Niedergang, damit die Pfoten des Hundewelpen nicht so ausrutschen.
Anti-Rutsch-Streifen auf dem großen Niedergang, damit die Pfoten des Hundewelpen nicht so ausrutschen.

Soweit zu den ersten Vorbereitungen für den Hund an Bord. In einer Woche wird Ole das erste mal an Bord kommen, und dann werden wir sehen, was noch getan werden muss!

Bis dahin erkundet er unser Heim und hat es gemütlich in seiner Transportbox:

Kooikerhondje Ole mag seine Transportbox, in der er auch schläft.
Kooikerhondje Ole mag seine Transportbox, in der er auch schläft.

Hier weiterlesen:


4 Kommentare zu “Hund an Bord: So habe ich unser Boot sicher für den Welpen gemacht

  1. Mathias Fälber

    Hallo Julian, ich bin erst vor kurzem auf Deinen Blog aufmerksam geworden und habe jetzt schon einige Deiner Reiseberichte gelesen. Was mich als Hundbesitzer interessiert ist, wie handhabt Ihr das wenn Euer Ole auf einer langen Überfahrt mal Gassi gehen muss? Gruß Mathias

    1. Julian Buß

      Hallo Mathias,

      wir hatten mal angefangen zu üben, dass Ole auf dem Boot an Deck macht. Das hatte auch grundsätzlich geklappt, ist aber in Vergessenheit geraden, weil wir mehrtägige Passagen bisher nicht machen mussten.

      Touren von bis zu 16 Stunden machen wir über Nacht… Abends noch mal mit Ole an den Strand, dann los. Bis nächsten Tag Mittags hält er das durch. Und wenn es zu dringend ist, macht er mal einen Haufen auf dem Vorderdeck – kann er gerne machen, das wird weggespült und fertig 🙂

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