boot Düsseldorf 2017: Erste Eindrücke und Fotos

Stahl- und Aluminiumboote auf der boot Düsseldorf 2017
Stahl- und Aluminiumboote auf der boot Düsseldorf 2017

Es war wieder interessant und spannend, auf der boot Messe in Düsseldorf! Wie im letzten Jahr wurden ein paar andere Blogger (Klaus von fahrtenseglers-glück.de, Markus von Get on Board, Bettina vom Taucherblog, Markus von UNTER SEGELN) und ich von der Messegesellschaft zur boot eingeladen. Ausgerüstet mit einem Presseausweis konnten wir so entspannt über die Messe laufen, uns alles anschauen und im Pressezentrum die Eindrücke gemeinsam verarbeiten.

Natürlich freut sich die Messe, wenn wir dann auch etwas über die boot schreiben – Bedingung ist es aber nicht. Muss es aber auch nicht sein, denn wie ich schon letztes Jahr schrieb finde ich die boot Düsseldorf sehr gelungen. Wer sich für Wassersport allgemein und vor allem natürlich für Boote interessiert sollte da unbedingt hin fahren.

Ich habe mir ein paar Boote angeschaut (über die ich auch noch schreiben werde), mich lange in den Zubehör-Hallen aufgehalten (wirklich bemerkenswert, was es alles gibt…) und mich über die ganz großen und sehr teuren Yachten gewundert (finde ich super, wenn Leute so viel Geld dafür ausgeben – aber mein Stil ist es nicht).

Hier ein paar Fotos zur Einstimmung:

Jetten Yachting hatte ein ungewöhnliches, stylisches Aluminium Boot. Darüber werde ich noch mal getrennt schreiben, nur so viel: Es heißt „Jetten Beach“, und der Name ist Programm.

Jetten Beach. Eine Aluminumyacht, sehr hochwertig und für warme Gegenden.
Jetten Beach. Eine Aluminumyacht, sehr hochwertig und für warme Gegenden.

Die Halle mit den ganz großen und sehr teuren Yachten hat praktischerweise einen erhöhten Gang, der rundherum führt. So kann man sich all diese Multi-Millionen-Objekte in Ruhe anschauen, ohne die Aussteller zu nerven, weil man sowieso nicht zu deren Zielgruppe gehört.

Sehr teure Motoryachten. Nicht mein Stil, aber schön, wenn es Leute gibt die so viel Geld dafür ausgeben können.
Sehr teure Motoryachten. Nicht mein Stil, aber schön, wenn es Leute gibt, die so viel Geld dafür ausgeben können.

Bei den „normalen“ Motorbooten habe ich mir mal spaßeshalber eine Bavaria angeschaut. Schnelle Motorboote sind mir persönlich zu laut und zu wenig seefest – aber ich muss anerkennen: Bavaria liefert für das Geld anscheinend viel Boot.

Eine Bavaria Motoryacht. Die Verarbeitung sieht soweit gut aus, die Optik ist modern, aber nicht ungemütlich... insgesamt eher was für warme Temperaturen, aber viel Gegenwert für das Geld.
Eine Bavaria Motoryacht. Die Verarbeitung sieht soweit gut aus, die Optik ist modern, aber nicht ungemütlich… insgesamt eher was für warme Temperaturen, aber viel Gegenwert für das Geld.

Elling hat seine neue, sehr große E6 gezeigt – auch über dieses Schiff werde ich noch getrennt berichten. Es ist jedenfalls die erste Elling, bei der das Decksalon-Konzept m.E. nach gut funktioniert.

Die Elling E6. Die Größe tut dem Elling Konzept sehr gut.
Die Elling E6. Die Größe tut dem Elling Konzept sehr gut.

Als Kunde der richtig teuren Yachten wie beispielsweise von SANLORENZO wird man natürlich ganz anders hofiert. Edler Eingangsbereich, der Champagner steht schon bereit, leise Klavierklänge begleiten das Verkaufsgespräch… interessant anzusehen – aus der Ferne.

So wird man bei SANLORENZO empfangen.
So wird man bei SANLORENZO empfangen.
Der Stand von SANLORENZO.
Der Stand von SANLORENZO.
Der Champagner steht bereit.
Der Champagner steht bereit.
Ein Flügel für die dezente musikalische Begleitung. Und dann darf das Schiff besichtigt werden.
Ein Flügel für die dezente musikalische Begleitung. Und dann darf das Schiff besichtigt werden.

Steeler war auf der letzten boot mit einem außergewöhnlichen Konzept präsent, der FF48 (darüber hatte ich hier geschrieben). Dieses Jahr zeigt Steeler eine etwas weniger ungewöhnliche, aber trotzdem sehr schicken Yacht.

Die neuste Steeler Yacht - mit einem ungewöhnlich geformten Bug.
Die neuste Steeler Yacht – mit einem ungewöhnlich geformten Bug.

Ansonsten fehlt mir ehrlich gesagt das Interesse und der Blick für die Feinheiten dieser ganzen sehr teuren Kunstoff-Yachten. Von innen habe ich mir keine einzige angeguckt, von außen erscheinen sie mir – weil ich in diesem Bereich keine Ahnung habe – alle austauschbar.

Eine Menge edle Yachten.
Eine Menge edle Yachten.

Es gibt aber viel mehr kleine, bezahlbare Boote zu sehen auf der Messe. Bei einem Boot war sogar ein Virtual Reality Fahrsimulator aufgebaut, komplett mit Ventilator für den Fahrtwind.

Virtuelles Boot fahren.
Virtuelles Boot fahren.

Braucht man 600 Pferde an einem RIB? Es gibt bestimmt einen Einsatzzweck dafür. Zum Beispiel, um Touristen durchzuschütteln.

Die Bandbreite beim Zubehör ist erheblich. Von allen erdenklichen Kleinteilen bis zu großen Management-Lösungen gibt es (fast) alles zu sehen. Eine Anlage von Böning werden wohl nur die wenigsten auf ihrer Yacht haben. Trotzdem interessant, sowas zu sehen.

Professionelle Schiffs-Management-Lösungen.
Professionelle Schiffs-Management-Lösungen.

Einen sehr schicken neuen Batterie- und Tanklevel-Monitor habe ich gefunden. Das Produkt von SIMARINE kann auch den Verbrauch von einzelnen Komponenten wie beispielsweise des Kühlschranks dokumentieren.

Batterie- und Tanklevel-Monitor von SIMARINE.
Batterie- und Tanklevel-Monitor von SIMARINE.

Bei den Luxus Yachten gibt es auch ein paar ganz andere Stände, damit sich die Kunden heimisch fühlen. Mode beispielsweise. Und: Tesla.

Spielzeuge für das kaufkräftige Publikum gibt es auch. Einige Rennyachten erinnerten mich an Miami Vice, wo Gute wie Böse gerne mal mit solchen Geschossen über das Meer geflogen sind.

Das Miami Vice Gefühl kann man sich kaufen. Für die Ost- oder Nordsee ist das aber eher nichts.
Das Miami Vice Gefühl kann man sich kaufen. Für die Ost- oder Nordsee ist das aber eher nichts.

Also: Es ist wirklich für jeden etwas dabei und der Besuch lohnt sich.

Hier weiterlesen:


6 Kommentare zu “boot Düsseldorf 2017: Erste Eindrücke und Fotos

  1. Christian

    Hallo Julian,
    ich fahre am Dienstag zur Boot. Welche Hersteller findest Du im Bereich Stahl/Stahlverdränger besonders interessant?
    Elling und Steeler stehen schon auf meiner „Liste“ da mich bei den beiden die Detail-Lösungen immer fasziniert haben.
    VG, Christian

    1. Julian Buß

      viele Metallboote waren da gar nicht… Sturier ist auch was ganz hochwertiges, aber das Kleingeld muss man erstmal haben. Jetten hat mir auch gefallen – das ausgestellte Boot ist für unsereins völlig nutzlos, aber die Qualität stimmt.

      Von der Messe abgesehen:
      – Privateer ist super, aber teuer.
      – Aquanaut baut solide, gute Qualität.
      – Die allseits bekannte Linssen hat ohne Frage eine gute Qualität, ich persönlich finde ihren Stil aber etwas langweilig.

  2. Markus von Get on Board

    Guter Artikel der den Motorboot-Bereich der Boot schön umreißt, und das sage ich als Segler ;). Lese deinen Blog sehr gerne und muss ehrlich gestehen, dass ich mich doch ab und an erwische, dass ich mal gerne mit einem Motorboot auf Törn gehen würde :). Man soll ja niemals nie sagen :).

    Grüße,

    Markus

    1. Julian Buß

      🙂 Jede Fahrzeug-Gattung hat einfach seine Vor- und Nachteile. Wichtig ist m.E. nach unter dem Strich, dass man auf jedem Fahrzeug gute Seemannschaft pflegt und vorurteilsfrei unterwegs ist.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.