Von Simrisham zur Insel Tjärö

Am Montag hatte sich das Wetter wieder beruhigt, so dass wir wieder weiter konnten. Für Dienstag hatten wir uns mit unserer befreundeten Familie in Karlskrona verabredet, den Montag wollten wir aber wieder vor Anker an einer schönen Schäre verbringen. Im Netz hatte ich über die Insel Tjäro gelesen, einer kleinen Schären-Insel ungefähr mittig in der Hanö Bucht:

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Tjärö (Detail)

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Tjärö (Detail) 56.166523, 15.049786

Von Simrisham aus waren das 44 Meilen, quasi einmal über die Bucht rüber:

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Tjärö (Übersicht)

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Tjärö (Übersicht) 56.166523, 15.049786

Ab Mittags sollte der Wind wieder zunehmen, aus südlicher Richtung – was in der Hanö Bucht vergleichbar mit Ostwind bei Damp ist: auflandig, also hat der Wind viel Zeit, Wellen anzufachen. Deswegen und weil wir sowieso gerne früh am Ziel sind, stand der Wecker wieder auf 0515 Uhr, so dass wir um 0530 ablegen konnten.

Simrishamm am Morgen
Simrishamm am Morgen
Wir legen morgens in Simrishamm ab
Wir legen morgens in Simrishamm ab

Überraschenderweise waren wir nicht die einzigen, die zu dieser frühen Stunde aufgebrochen sind. Vor uns sind zwei Segler raus, und hinter uns noch mal vier Boote:

Großes Auslaufen aus Simrishamm bei Flaute - obwohl Segler noch eigentlich Wind brauchen?
Großes Auslaufen aus Simrishamm bei Flaute – obwohl Segler noch eigentlich Wind brauchen?

Warum sich Segler ausgerechnet die windärmste Zeit des Tages aussuchen, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Muss mich auch nicht interessieren, vielleicht wollten sie ja auch nur wie wir den schönen Sonnenaufgang genießen:

Sonnenaufgang über der Hanö Bucht auf dem Weg zur Insel Tjärö
Sonnenaufgang über der Hanö Bucht

Die Fahrt bis zu den Schären bei der Insel Tjärö war entspannt. Für über 40 Meilen ein gerader Kurs. Also wieder Autopilot an, Alarmzone im Radar aktiviert und wir erstmal in Ruhe Kaffee trinken. Die Kinder haben sowieso noch geschlafen, und Steffi hat sich dann auch wieder hingelegt.

Auch wenn der Morgen ganz schön angefangen hatte, zog sich der Himmel langsam zu und als wir in den Schären ankamen war es schon stark bedeckt. Wir haben uns dann in Schrittgeschwindigkeit in die Ankerbucht vorgetastet. Der Eingang zur Bucht sieht sehr breit aus, in der Mitte liegt aber ein unbetonnter Felsen ganz eben unter Wasser, und auch wenn die Julius ein massives Stahlschiff ist, so hätte bei dieser Begegnung doch ganz klar der Felsen gewonnen.

Ankern in der Bucht vor der Insel Tjärö

Wir haben es aber problemlos in die Bucht geschafft und dort fiel der Anker dann auf 3,5 Metern Tiefe. Die Bucht und die Insel Tjärö selbst könnten nicht schöner sein! Wir haben schnell das Schlauchboot klar gemacht und sind dann für einen ersten Landgang zu einer winzigen Schäre gerudert:

Mit dem Dinghy vom Ankerplatz zum SchiffMV JULIUS vor Anker in der Bucht vor der Insel TjäröMit dem Dinghy angelandet auf einer kleinen SchäreEine kleine Schäre vor TjäröAnkern in der Bucht in den SchärenErkunden einer Schäre

Die Schären rund um den Ankerplatz stehen bis 15. Juli unter Schutz und dürfen bis dahin nicht betreten werden. Wir haben aber bis auf ein paar Gänse keine Tiere gesehen und sind dort nur ein wenig rumgeklettert.

Danach haben wir auf die eigentliche Insel Tjärö übergesetzt. Der Wald auf der Insel ist in einem sehr ursprünglichen Zustand und ein beschilderter Pfad führt durch diese tolle Landschaft. Wir sind den Pfad für ungefähr 1,5km gegangen und unsere Stadtkinder wurden mit unerwartet viel Natur konfrontiert.

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Nach dieser Exkursion haben wir noch einmal mit dem Schlauchboot (unter Motor) die ganze Insel umrundet und kamen dann hungrig und im beginnenden Regen wieder beim Schiff an. Das Sonnensegel bietet aber nicht nur vor Sonne, sondern auch für Wasser von oben Schutz und so konnten wir noch den Grill anschmeißen und lecker Essen.

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2 Kommentare zu “Von Simrisham zur Insel Tjärö

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