Heute morgen

Ich bin heute früh aufgestanden, um kurz vor sieben. Nach dem ersten Kaffee und kleinen Arbeiten wollte ich dann so gegen 0800 mal raus, weil die Sonne schien und es ein sehr schöner Morgen war.

Also kurz meinen super Rymhart Troyer übergeworfen, raus aus der Kajüte auf das Achterdeck und schon fand ich mich auf dem Hosenboden wieder: es war offensichtlich kalt heute Nacht, und auf dem ganzen Deck war eine feine Eisschicht, auf der ich prompt ausgerutscht bin. Die Reling, die Hülle – alles war mit Eis überzogen.

Das war zwar wackelig zum laufen, sah aber sehr schön aus. Hier mal ein Bild der Julius im morgentlichen Zwielicht:

2015-02-22 at 09.12.05

Ich habe dann noch einen kleinen Morgenspaziergang über das Gelände von Elburg Yachting gemacht. Es ist nicht zu glauben, was da alles für Yachten herumliegen und -schwimmen. Darunter Schiffe um die 20 Meter für unfassbar viel Geld – mir hat das aber nur gezeigt, was für einen guten Fang ich mit der Julius gemacht habe.

Ein paar Stunden später war noch schöneres Licht:

2015-02-22 at 11.34.14

2015-02-22 at 11.36.51

Und als Lohn nach all der Arbeit musste ich einfach eine ganz kurze Runde drehen 🙂 Ich habe überlegt, ob ich das Risiko eingehen soll, alleine mit diesem vom Manövrierverhalten her unbekannte Boot aus dem Hafen rauszubugsieren. Aber es war kaum Wind, und (kalkuliertes) Risiko gehört zum Leben. Also Motor an und los!

War auch überhaupt kein Problem. Ich habe wie immer die drei goldenen Regeln (die ich von der Kinette gelernt habe) befolgt:

  1. Langsam
  2. Langsam
  3. Langsam

und bin perfekt aus dem Hafen heraus und auch wieder hinein gekommen.

Die auf sechs Zylinder verteilten 8,4 Liter Hubraum erzeugten einen sehr sonoren und satten Sound, der aber durch die gute Isolierung nur leicht im Hintergrund zu vernehmen ist. Die Sonne schien, es war erstaunlich warm und ich habe 20 Minuten lang einen winzigen Schluck von den Erlebnissen, die mit diesem Schiff auf uns zukommen werden, gekostet.

Und ich bin sicher: Julius und ich, wir werden gute Freunde werden.

Und eigentlich war es ja auch eine absolut nötige Probefahrt, um zu sehen, ob auch alles funktioniert 🙂

Hier weiterlesen:


Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.