Heute mal wieder die Xenia inspiziert.

Natürlich regnete es heute morgen. So wie jeden Tag. Doch so heftig wie heute war der Regen lange nicht, auf meinem Weg auf der Elbchaussee, an den Landungsbrücken vorbei und weiter Richtung Süderstraße konnte man fast schon Angler sehen, die in den veritablen Seen, die sich auf den Straßen gebildet hatten, nach dem Abendessen Ausschau hielten.

Regen. Jeden. Tag. Fast schon Verhältnisse wie auf Feringinar.

Aber egal, vor Weihnachten muss ich natürlich noch mal gucken, ob mit der Xenia (die, wie Du weißt, zum Verkauf steht) alles in Ordnung ist. Auch im Regen ist sie eine imposante Erscheinung, wie sie in frischer Farbe am Steg liegt und ich habe alles in bester Ordnung vorgefunden.

Zu Weihnachten kann man ja schon mal sentimental werden. Nachdem die Heizung ein wenig lief war es warm im Boot und ich habe mich einen Augenblick auf den Steuerstuhl gesetzt und die Touren von diesem Jahr Revue passieren lassen. Und dann noch die anderen Touren, die wir in den vorhergehenden Jahren mit der Xenia gemacht haben.

Schön waren sie, alle. Die Xenia hat uns viel sehr schöne Zeit geschenkt, das kann man sich ruhig mal ins Bewusstsein rufen.

Aber es hilft nichts. Die ersten Interessenten kommen, und die Xenia wird irgendwann einem neuen Eigner schöne Erlebnisse bescheren. Zeit also, sich zu lösen. Langsam, mit jeder Kiste, die ich ausräume.

Im Winterlager angekommen

Die Tage werden kälter, wer weiß, vielleicht kommt schon bald Eis auf der Elbe? Nun wurde es also Zeit, die Xenia von der Julius Grube Werft, wo sie immer noch nach der Überholung des Unterwasserschiffs lag, zum eigentlichen Winterplatz in der Bille zu verholen.

Gestern am Montag war die Gelegenheit günstig, ich konnte mir den Vormittag frei machen und Hochwasser war gegen 11 Uhr, also konnte ich bequem bei Julius Grube ablegen und über die Tiefstack Schleuse in die Bille fahren.

Ganz schön kalt war es, draußen zumindest. Drinnen lief natürlich die Heizung und kämpfte erfolgreich gegen das ausgekühlte Boot. Es hat alles gut geklappt und nun liegt die Xenia sorgfältig vertäut im geschützten Hafen.

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Die Pumpe habe ich auch schon wieder unter das Boot gehängt, die Maschinen sind eingewintert, die Wasserleitungen entleert und Frostschutz in die Abflüsse und Toilette eingekippt. Die Kälte kann kommen.