Von Christiansø nach Svaneke auf Bornholm

Am Montag war es immer noch sehr ruhig und wir konnten den Katzensprung von Christiansø nach Bornholm (etwas über 10 Meilen) ganz entspannt angehen. Irgendwann am Vormittag haben wir abgelegt bei bestem Wetter:

DSC05572

Als Ziel haben wir uns Svaneke an Bornholms Ostküste ausgesucht:

Fehler: Die Karte konnte nicht geladen werden - ein Marker mit der ID 43 ist nicht vorhanden. Bitte wende dich sich an den Seitenbetreiber.

 

Auf Bornholm sind die meisten Häfen sehr klein bis geradezu winzig. Mit einem ganz kleinen Boot kann man auch später kommen, mit einem nicht so kleinen Boot ist rechtzeitiges Kommen keine schlechte Idee. Svaneke ist einer der nur kleinen, aber nicht winzigen Häfen, und der Ort soll auch nett sein.

In Svaneke übrigens ist auch die Fischräucherei, die jedem Mare TV Kenner bekannt sein sollte. Ein Familienbetrieb seit was weiss ich wie vielen Generationen, und auch der Sohn des aktuellen Inhabers wird die Räucherei übernehmen.

Die Ansteuerung von Svaneke ist bei so einem super Wetter völlig unproblematisch. Man muss nur auf die Felsen neben der Einfahrt achten. Bei auflandigem Wind steht hier aber schon ab 4-5 eine ordentliche Welle, die ein einlaufen erheblich erschwert.

Wir sind in das weniger kleine Hafenbecken gefahren und standen da dann etwas unschlüssig herum: Es waren durchaus schon (oder noch?) ein paar Boote da, wie die aber das Heck festgemacht hatten, war uns nicht ganz klar. Die Boote hatten eine Leine, die vom Heck steil ins Wasser führte. Sollten die bei diesem kleinen Hafen alle mit Heckanker festgemacht haben?

Irgendwie schwer vorstellbar. Beim ablegen würde das eine ziemliche Wooling geben. Obwohl das für die Touristenströme, die am Hafenbecken vorbei flanieren, sicher tolles Hafenkino wäre. Soweit reicht meine Vorstellung aber nicht, dass Svanekes Touristenbüro hektische Ablegemanöver mit verknäuelten Ankerleinen als Touristenattraktion geplant hat.

Die Erklärung kam dann von einem netten Berliner Skipper, der uns vom Rand des Beckens aus zurief und erklärte, dass da Mooring-Leinen ausliegen. Das sind Leinen, die vom Rand des Beckens aus zu einer Befestigung auf dem Grund des Hafens führen. Man fährt also frontal auf den Rand des Beckens zu, schnappt sich dort die Mooring-Leine und führt sie an der Hand bis zum Heck.

Erfahrene Skipper machen sowas übrigens mit Handschuhen. Denn die Leine liegt ja die meiste Zeit auf dem Grund und ist dementsprechend bewachsen und glitschig und schmierig. Die Erfahrung hatten wir nicht, daher hat Leo die Leine dann mit der blanken Hand und etwas Ekel geführt.

Wir lagen dann direkt an der Flaniermeile, an diesem schönen Tag strömten die Bornholm Touristen, die ohne Boot da waren, am Hafen und den dortigen kleinen Läden und unsere Julius vorbei. War aber trotzdem ein guter Platz.

Hier der Hafen vom kleinen Becken (das neben dem nicht so kleinen Becken liegt) aus gesehen.

DSC05649

Nun waren wir also auf dem sagenumwobenen Bornholm. Sehnsuchtsziel so vieler Segler, Dänemarks Sonneninsel mit eigner Sprache („Bornholmsk“, wie wir von Mare TV gelernt haben) und eigener Flagge (wie die dänische, aber mit grünem Kreuz). Das fühlte sich gut an, umso mehr gemessen an der Tatsache, dass wir schon vom schwedischen Karlskrona kommen und erst die Hälfte des Urlaubs hinter uns haben.

Von Utklippan nach Christiansø bei Bornholm

Samstag spätabends flaute der Wind ab und Sonntag sollte es bis mindestens Mittags schwachwindig sein. Zusammen mit dem Ziel, früh in Christiansø anzukommen, ergab das ein Weckerklingeln um 0415 Uhr.

Fast alle Vorbereitungen hatte ich schon am Abend getroffen: Die Route war erstellt, der Tagestank gefüllt, der Eintrag im Logbuch vorausgefüllt und der Maschinenraum kontrolliert. So brauchte ich am Sonntag morgen nur noch ein paar Umdrehungen an der Fettpresse (Schmierung für die Welle) auszuführen, alle Systeme anschalten und die Maschine zu starten. In der Zeit war auch Steffi aufgestanden und zusammen haben wir abgelegt.

Tatsächlich war kein Wind mehr, das Rädchen des Windmessers stand und das Wasser im Hafenbecken war glatt und ölig.

Vor und hinter uns waren Segelboote, an denen weitere Segelboote festgemacht waren – Päckchen halt. Dreierpäckchen, um genau zu sein. Normalerweise wundern wir uns immer, dass kein Segelboot bei uns längsseits festmachen will, aber dieses mal waren wir froh darum. Derjenige, der bei uns längsseits festgemacht hätte, müsste nun ebenso früh aufstehen und wäre darüber sicher unglücklich.

So aber konnten wir in aller Ruhe seitwärts ausparken. Zweimal musste ich kurz das Bugstrahlruder verwenden, und dafür entschuldige ich mich bei meinen Kindern (das ist in der Bugkajüte richtig laut wenn das Teil losläuft) und bei den Seglern um uns herum: Bugstrahler hört man unter Wasser und somit in den anderen Booten ebenfalls brutal laut, und da habe ich bestimmt so einige Leute aufgeweckt.

Es hat aber nur einer kurz verschlafen aus seinem Niedergang geguckt, sonst haben sich wohl alle umgedreht und haben weiter geschlafen. Wir jedenfalls sind bei dem ersten Licht aus dem Becken und dann aus dem Hafen getuckert, so langsam wie möglich, um nicht noch mehr Leute aufzuwecken.

DSC05524DSC05525

Diese Geschichte weiterlesen

Vom Saljösund nach Utklippan

Am Samstag hatte sich der Wind beruhigt, so dass es so aussah, als wenn wir bequem nach Utklippan kommen könnten. Utklippan besteht aus zwei sehr übersichtlichen Schären mit einem Hafen, der früher einmal ein Nothafen für Fischer war. Zur Orientierung: Utklippan liegt am nördlichen Ende der Hanø-Bucht, nur ungefähr 15 Meilen von Karlskrona entfernt.

Fehler: Die Karte konnte nicht geladen werden - ein Marker mit der ID 40 ist nicht vorhanden. Bitte wende dich sich an den Seitenbetreiber.

im Detail sieht Utklippan aus wie ein Felsfleck im Meer mit einem einfachen Hafen darin:

Fehler: Die Karte konnte nicht geladen werden - ein Marker mit der ID 41 ist nicht vorhanden. Bitte wende dich sich an den Seitenbetreiber.

Mit uns ist eine Stena Fähre von Karlskrona aus Richtung offene See ausgelaufen, und ein paar wenige Segler haben wir noch gesehen – allgemein ist aber nicht übermäßig viel Betrieb hier in der Gegend.

Die Stena Line begleitet uns bei dem Verlassen von KarlskronaWenig Verkehr auf dem Weg nach Utklippan

Ich hatte einen Kurs gesteckt, der uns zwischen zwei recht eng aneinander liegenden Inseln zur See hätte führen sollen. Da war eine Brücke zwischen den Inseln, deren Höhe ich mit 5,5 Meter im Kopf hatte. Mit gelegtem Geräteträger ist das kein Problem für uns.

Diese Geschichte weiterlesen

Von Karlskrona in den Saljösund und zurück und zurück

Am Donnerstag haben wir unsere Freunde, die auch den nächsten Tag weiter fahren wollten, und den hygelligen Hafen von Dragsö (Karlskrona) verlassen und wollten die nächste Nacht wieder mal vor Anker verbringen.

In einem Forum hatte ich vom Saljösund gelesen, einem schmalen Kanal zwischen zwei Inseln kurz hinter Karlskrona:

Fehler: Die Karte konnte nicht geladen werden - ein Marker mit der ID 39 ist nicht vorhanden. Bitte wende dich sich an den Seitenbetreiber.

Ich hatte mir einen Kanal mit meterhohen Felswänden an den Seiten vorgestellt. Ganz am Anfang ist es auch so, aber dann wird es flacher und sehr grün:

Diese Geschichte weiterlesen

Von Tjarö nach Dragsö bei Karlskrona mit drei Tagen Aufenthalt

Am Dienstag ging es dann nach Karlskrona, dort hatten wir uns mit einer befreundeten Familie verabredet, die mit dem Wohnwagen unterwegs sind.

Wir sind wieder früh aufgebrochen, weil es wieder Morgens relativ ruhig war und dann der Wind wieder zunehmen sollte. Das Wetter war ziemlich bescheiden: es regnete. Teilweise sogar in Strömen:

DSC05381

Ansonsten war die Fahrt ruhig und nach knapp vier Stunden waren wir am Ziel. Interessant ist übrigens, dass man in den Schären vor Karlskrona nicht überall zwischen den Inseln durchkommt. Schweden hat immer mal wieder ungebetenen Besuch von fremden U-Booten, und das schon seit langer Zeit. Daher wurden viele Zufahrten zum inneren Schärengebiet rund um Karlskrona durch Unterwasserhindernisse versperrt.

So muss man die Karten genau lesen und sich exakt an bestimmte Fahrwasser halten, denn die Hindernisse sind halt nur unter Wasser und ansonsten nicht zu sehen.

Wir haben nicht in Karlskrona selbst angelegt, sondern in dem kleinen Hafen eines Segelvereins auf Dragsö:

Diese Geschichte weiterlesen