Mostly harmless: IJsselmeer. Und irgendwann reicht es dem Skipper.

Wieder eine weite Wasserfläche: Das Ijsselmeer liegt vor uns.

„Ein Mega-Outlet? Ja, da müssen wir natürlich unbedingt hin.“

Meine ich nicht frei von Ironie, als es um die weitere Törnplanung geht. Wie liegen in Lemmer und haben die Kanäle vorerst verlassen. Die Binnenmeere ähneln meinem Gefühl nach überschwemmten Wiesen und die Karte zeigt, dass auch das „große“ IJsselmeer nicht wesentlich anders ist: Tief ist es hier nirgends, fast überall stehen nur so drei oder vier Meter Wasser.

Das andere Ufer, dort wo beispielsweise das wohl sehr schöne Enkhuizen liegt, ist nicht zu sehen. Das IJsselmeer ist also eine offenere Wasserfläche, die meinen Drang nach Freiheit wieder etwas bedient.

Erstmal soll es aber nach Lelystad gehen: Dem Mega-Outlet mit nebenliegendem Hafen. Unzählige Läden für Klamotten aller Marken. Ein Paradies – für die weibliche Crew. Ich habe lange nicht verstanden, warum gerade im Urlaub geshoppt werden soll. Im Urlaub!

„Natürlich im Urlaub, gerade dann habe ich doch Zeit und Ruhe.“

Wurde es mir dann aber mal erklärt. Ein valides Argument, das ich persönlich nicht teile, dem ich aber auch nicht widersprechen kann.

„Heute und morgen ist es warm und sonnig. Lass und lieber erstmal nach Enkhuizen, auf die andere Seite.“

Bringe ich ein ebenfalls ziemlich valides Argument auf den Tisch. Außerdem können wir in Enkhuizen mal wieder etwas ganz außergewöhnliches machen: ankern.

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Buchtipp: Autark durch Energie aus Wind und Sonne

Michael Herrmann: Autark durch Energie aus Wind und Sonne. Erhältlich als E-Book – klick auf das Bild!

Wie viele wissen, finde ich die Artikel und Bücher von Michael ausgezeichnet. Im Gegensatz zu den meisten kostenlos verfügbaren Beiträgen im Netz weiß er wirklich, wovon er schreibt. Und er hat die seltene Fähigkeit, komplexe Sachverhalte vernünftig zu erklären. Vor allem aber gibt er echte, konkrete Antworten, mit denen du als Skipper dein Problem lösen oder deine Fragen beantworten kannst.

Und wie hoffentlich auch alle meine Leser wissen, werbe ich für ihn nicht als böser, profitgieriger Blogger (der ich ja nicht bin 🙂 ), sondern weil ich selbst überzeugt bin.

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Durch plattes Land, knuffige Städte, enge Brücken.

Holländische Kanäle. Manchmal mit sehr engen Brückendurchfahrten.

Entfernt brummen Maschinen in dem roten KISS Autotransporter. Und trotzdem ist es heute Abend schön, hier im Yachthafen Emden, mitten im Industriegebiet.

Wir sind heute mit der Bahn von Hamburg gekommen. Die ganze Familie. Bordhund Ole hat sein Rudel wieder vollständig zusammen und fühlt sich sichtlich wohl damit. Es ist sehr warm, ein wunderbarer Sommertag, der nun in den Abend übergegangen ist.

Es ist alles eingeräumt und verstaut. Die Sonne geht gerade unter, und wir sitzen bei Apérol, Prosecco und Limonade auf dem Achterdeck und genießen die warme Luft, den klaren Himmel und das schöne, rötlich gelbe Licht am Horizont. Scharf heben sich die schwarzen Konturen der Hafenanlagen dagegen ab.

Ein Sommerabend in Emden.

Lange sitzen wir an diesem ersten Urlaubsabend zusammen und sprechen über die bevorstehende Reise nach Holland. Es ist ein einfaches Revier, ohne seemännische Herausforderungen. Aber die hatte ich ja nun auch erstmal bei meiner Solo-Überführung von Damp nach Emden (siehe vorige Geschichten).

Ich hole die Petroleumlampe, zünde sie an und es bleibt noch lange gemütlich. So ein warmer, langer Abend. Davon darf es gerne noch viele weitere geben in den kommenden drei Wochen Urlaub.

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Schwitzende Alu-Rahmen bei Boots-Fenstern: Das hilft!

Kondenswasser am kalten Aluminium-Rahmen: Ein schwitzendes Fenster.

Seit zwei Jahren suche ich nach einer Lösung. Und dabei ist sie derart einfach!

Ich nutze mein Boot auch, wenn es kalt ist. Die großen Fenster sind (fast) alle aus Isolierglas, funktionieren also wunderbar auch wenn es draußen kalt und drinnen warm ist. Nur die Rahmen aus Aluminium sind ordentliche Kältebrücken.

Nach meinem Heizungsumbau (Ansaugung von drinnen nach außen verlegt, siehe diesen Beitrag) schwankt die Luftfeuchtigkeit im Innenraum um 50%. Das ist schon ziemlich optimal. Aber trotzdem sind die Fensterrahmen aus Aluminium immer naß.

Der Grund ist sehr einfach: Die warme, aufgeheizte Luft enthält Wasser, eben die Luftfeuchtigkeit. Diese Luft kommt an den eiskalten Rahmen, kühlt somit schlagartig ab und kann dann nur noch viel weniger Wasser halten. Das übrige Wasser muss irgendwo hin und schlägt sich auf dem kalten Alurahmen nieder.

Das wird mittelfristig zum Problem: Das Wasser läuft den Alu-Fensterrahmen herunter, sammelt sich auf dem Holz und kann dort Schäden an Lack oder dem Holz selbst verursachen.

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