Lichtmaschine ohne Anschluß an der Batterie betrieben – defekt oder nicht?

Beim Austausch der Verbraucherbatterie hatte ich vor vielen Jahren aus unerfindlichen Gründen mal vergessen, auch das Ladekabel von der Lichtmaschine wieder an die Batterie anzuschließen.
Nach einigen Fahrten hab ich mich dann gewundert, warum die Batterie nicht geladen wird und festgestellt, dass das Kabel von der Lichtmaschine fein säuberlich isoliert lose in der Gegend herumhing.

Nachdem ich aber wußte, dass Lichtmaschinen Schaden nehmen können wenn sie ohne Last betrieben werden, hab ich erstmal gemessen, was denn so an dem Kabel an Spannung ankommt.
Ergebnis: 48V Ladespannung (für eine 12V Lichtmaschine!).

Das erschien mir dann doch ungewöhnlich zu sein und ich hab das Kabel erstmal nicht angeschlossen und einen befreundeten Experten angerufen. Der meinte auch, dass das eigentlich nicht sein kan und riet mir dringend davon ab, das Kabel an die Batterie wieder anzuschließen.

Alles deutete also darauf hin, dass die Lichtmaschine defekt ist – oder genauer, der Regler in der Lichtmaschine.

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Anschluß eines Thermostats zur Steuerung eines 220V Heizlüfters

Für die Bugkajüte wollte ich einen Heizlüfter einbauen, der über ein Thermostat gesteuert wird so dass er ggf. nachts automatisch angeht, wenn es zu kalt wird.
Als Thermostaten habe ich einen Theben RAM 705 via Amazon bestellt und ihn wie folgt angeschlossen:

Der Anschlussplan sieht so aus:
M2
Das Rechteck unter dem Uhrensymbol ist der Heizlüfter.

Ein Heizlüfter mit einem Eurostecker (2 Leitungen) wird wie folgt angeschlossen:

  • An Klemme 6 des Thermostaten kommt die Phase (braun) des 220V Bordnetzes.
  • An Klemme 2 des Thermostaten kommt die Phase (braun) des Heizlüfters.
  • An Klemme N des Thermostaten kommt der Neutralleiter (blau) des 220V Bordnetzes (für thermische Rückführung).
  • Der Neutralleiter (blau) des Heizlüfters wird an den Neutralleiter (blau) des 220V Bordnetzes angeschlossen.

 

 

Schallisolierung im Maschinenraum: Maßnahmen zur Lärmdämpfung und -dämmung

An Bord der Xenia waren mir die Betriebsgeräusche (Motorlärm, diverses Klappern und Vibrieren) viel zu laut, und es kann ja nicht jeder ständig einen Noise Cancelling Köpfhörer tragen – daher hab ich einiges an Arbeit und Geld in eine ordentliche Schallisolierung im Maschinenraum investiert.

Schallisolierung im Maschinenraum der Xenia
Schallisolierung im Maschinenraum der Xenia

Mit erheblichem Erfolg, heute ist das Boot unserem Empfinden nach schon recht leise. Zumindest kann man auch längere Touren über mehr als 6 Stunden machen, ohne dass der Motorlärm stört (egal ob drinnen oder draußen).

Am Innensteuerstand sind das übrigens bei Marschfahrt von ca. 7 Knoten unter 60dB Lautstärke. Man hört natürlich noch ein sonores Motorgeräusch, aber nur so laut, dass man sich in normaler Lautstärke bequem unterhalten kann.
Hier die Details zu meinen Maßnahmen:

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Segelboot oder Motorboot? Unsere Entscheidung: Seegehender Motorkreuzer.

Segelboot oder Motorboot? Auch unter Motor kann man auf offener See unterwegs sein!
Segelboot oder Motorboot? Auch unter Motor kann man auf offener See unterwegs sein!

Eines vorweg: wenn ich hier von Motorboot spreche, dann rede ich von langsam fahrenden, wenig verbrauchenden und seegängigen Verdrängerbooten, sogenannten Motorkreuzern. Ich rede nicht von italienischen Designer Gleitern, die schnell, laut und kraftstoffverschwendend sind.

Eigentlich bin ich Segler

In meiner Kindheit und Jugendzeit bin ich nur gesegelt. Ich war auf dem Segelboot bevor ich laufen konnte, meine Eltern hatten lange Zeit ein Segelboot und in jeden Ferien haben wir große Törns gemacht.
Segeln ist super: die Ruhe, das direkte Erlebnis der See und der Natur, der sportliche Aspekt. Außerdem schaukelt ein Segelboot in den meisten Situationen nicht so sehr wie ein übliches Motorboot.

Trotzdem haben wir nun ein Motorboot, und sind auch noch glücklich damit. Warum?

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Details zum Stahlverdränger MY Xenia

Hier einige Details zu unserem ehemalige Stahlverdränger MY Xenia (unser jetziges Schiff ist die JULIUS):

Der holländische Stahlverdränger Xenia
Der holländische Stahlverdränger Xenia

Allgemeine Daten des Stahlverdrängers

Hersteller: de Groot
Baujahr: 1974
Material: Stahl
Gewicht: ca. 14 Tonnen
Länge: knapp 12 Meter
Breite: 3,7 Meter
Tiefgang: 1,2 Meter
Motoren: 2 x Mercedes Benz OM 312 mit jeweils ungefähr 90 PS.
Verbrauch: bei Marschfahrt von 6,5 bis 7 Knoten mit beiden Maschinen 7-8 Liter pro Stunde, das macht ungefähr 1,1 Liter pro Seemeile.

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