Wann gefriert welches Getränk?

Muss man über Winter eigentlich alle Getränke aus dem Boot schleppen, oder kann man auch etwas drin lassen?

Ich habe beispielsweise gerade eine Packung Apfelsaft im Salon stehen, wo die Temperatur seit einer Woche zwischen -2° und -5° schwankt. Erstaunlicherweise ist der Apfelsaft bisher nicht gefroren.

Tatsächlich hängt der Gefrierpunkt und die Volumenausdehnung eines Getränks von seinen Inhaltsstoffen ab. Jeder weiß, dass Alkohol den Gefrierpunkt erheblich senkt, aber auch Zucker, Säuren und andere Stoffe beeinflussen den Gefrierpunkt.
Ich habe im Web ein Containerhandbuch gefunden, in dem die Zusammenhänge gut erläutert werden.

Unter andere findet sich dort folgende Übersicht, wann welche Getränke gefrieren:

Getränkeart Gefrierpunkt in ° Celsius
Selter -0,3°
Brause -0,49°
Tomatensaft -1,44°
Apfelsaft, Mangosaft -1,69°
Malzbier -1,92°
Sauerkirsch-Most -2,15°
Johanbisbeer-Most -2,36°
Bier (Pils) -2,42°
Bockbier, hell -3,07°

Bei hochprozentigen Getränken ist der Gefrierpunkt ohnehin erheblich niedriger, z.B. gefriert ein Rum mit 40% Alkohol erst bei ca. -30°C.

Interessant ist an der Stelle auch, dass z.B. Alkohol sich beim gefrieren „zusammenzieht“ (d.h. das Volumen nimmt ab) und damit die Ausdehnung des Wassers kompensiert. Also selbst wenn einem der Vodka in einer klaren sibirischen Nacht gefriert, platzt die Flasche nicht 🙂

Und, kann man nun Getränke an Bord lassen?

Hochprozentige Getränke wie Rum oder Whisky gefrieren bei den bei uns üblichen Temperaturen im Winter nicht (ob es den Geschmack z.B. von teurem Whisky beeinflusst weiß ich allerdings nicht). 
Wenn das Boot an Land liegt
, würde ich allerdings mindestens die Getränke, die nicht in Plastikflaschen sind, vom Boot nehmen. Stilles Wasser in Plastikflaschen kann meiner Erfahrung nach gefrieren, ohne dass die Flasche platzt (keine Gewähr!). 
Wenn das Boot im Wasser liegt
 können Getränke in der Regel in der Bilge gelagert werden. Dort ist es durch das umgebende Wasser relativ warm (um 0°), daher sollten die Getränke nicht gefrieren. Wichtig ist allerdings, dass die Bilge abgedeckt ist, damit nicht die Kälte aus dem Salon „reinfallen“ kann.

Und wer sein Boot im Winter im Wasser lassen möchte: hier eine Reihe von Tipps und Hinweisen, um ein Boot im Wasser zu überwintern.

Überwintern im Wasser: Boot eisfrei halten

Dies ist ein ergänzender Artikel zu Überwinterung eines Bootes im Wasser.

Auch wenn Eis in der Regel nur kosmetische Schäden am Wasserpass verursacht, ist es trotzdem schöner, wenn es rund um das Boot eisfrei ist. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Es gibt Häfen, die eine Strömungsanlage haben und dadurch dafür sorgen, dass der ganze Hafen eisfrei bleibt.
  • Oder man baut sich selbst eine Strömungsanlage, bei der das Wasser rund um das Boot in Bewegung gehalten wird.
  • Schließlich kann man dafür sorgen, dass warmes Wasser aus der Tiefe hochgepumpt wird und damit verhindert, dass sich Eis bildet.

Die letzte Variante habe ich gewählt und ich möchte meine Lösung hier kurz vorstellen.

Diese Geschichte weiterlesen

VDO Viewline Temperaturanzeige – Einbau mit Hindernissen

Ich habe zwei Temperaturanzeigen aus der VDO Viewline Serie eingebaut (siehe hier bei SVB).

Der Einbau an sich ist völlig unproblematisch, wenn man die Kabelbelegung kennt. Leider ist die Anleitung bzgl. der Kabelbelegung nicht in papierform dabei. Es gibt nur eine CD oder man muss sich die Anleitung als PDF aus dem Netz ziehen. Beides sind Möglichkeiten, die man üblicherweise im Winterlager auf dem Boot nicht hat.

Also war es ein mehrstufiger Prozess:

– Auspacken der Instrumente vor Ort auf dem Boot mit dem Vorsatz, das heute erledigt zu bekommen
– die fehlende Anleitung bemerken
– sich ärgern
– nach Hause fahren
– Anleitung aus dem Netz ziehen und per Mail auf das iPad senden
– zurück zum Boot fahren (mit dem iPad)
– Anleitung auf dem iPad angucken und die Kabelbelegung herauszufinden

Ganz ehrlich, für einen mickrigen Zettel mit der Kabelbelegung muss es bei dem Preis doch eigentlich reichen, oder?