Update zur Schiffsüberwachung mit VisuShip

Visuship Dashboard auf der Julius
Meine aktuelle Anzeige im VisuShip.

Vor ungefähr einem Jahr hatte ich über eine Schiffsüberwachung mit VisuShip geschrieben (hier lesen: Weiß ich, was mein Boot macht? Die Visuship Idee – und meine Meinung dazu. und Meinem Boot geht es gut. Ich weiß es.). Mittlerweile ist das System ganz gut ausgebaut, im Zuge der neuen Batterien (Suche nach der optimalen Batterie: Blei-Nass, Gel, AGM oder Lithium?) sind nun noch ein paar Daten hinzugekommen.

Auf meiner VisuShip Seite versammelt sind nun:

  • Zwei Temperaturen aus dem Maschinenraum, einmal an der Decke und in mittlerer Höhe.
  • Temperatur für jede der vier Batterien (warum hat die eine nur 13°? Das muss ich untersuchen!).
  • Alarm vom Batterie Balancer (siehe Wie ein 70 Euro Teil eine tausende Euro teure Batteriebank retten kann.) und ein Zähler, wie oft der Alarm ausgelöst wurde.
  • Die Spannung der Puffer-Batterie für die Ruderanlage.
  • Status der großen Lenzpumpe und ein Zähler, wie oft sie automatisch angesprungen ist.
  • Daten vom Batteriemonitor: Ladezustand der Batteriebank, Lade/Entladestrom und die Spannung.
  • Status der 230V Landstrom Versorgung und ein Zähler, wie oft sie ausgefallen und wieder angeschaltet wurde.
  • Wetterdaten: Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit.
  • Temperatur im Salon, außen, im Wasser und im Kühlschrank.
  • Bewegungen des Schiffes: Stampfen, Rollen mit Max-Werten.
  • Tiefe und (als Lückenfüller) Geschwindigkeit.

Diese Daten sehe ich am Steuerstand und kann sie jederzeit und von überall aus via Smartphone oder Tablet einsehen.

Dazu werden viele Daten historisch gesammelt und als Kurve dargestellt. Zum Beispiel die Spannungen der Batteriebank und Ruderanlage-Puffer-Batterie:

Schiffsüberwachung - Spannungen der letzten Woche.
Spannungen der letzten Woche.

Die Lücke am Freitag kommt durch den Austausch der Batteriebank, da war das ganze Boot für einen Tag ohne Strom. Ansonsten kann ich hier schön sehen, was das Landstrom-Ladegerät eigentlich so macht die ganze Zeit: Am Mittwoch und Donnerstag gab es einige Spannungsspitzen, da meinte der Lader wohl nachladen zu müssen – obwohl er ja schon die ganze Zeit auf Erhaltungsladung stand.

Samstag und Sonntag habe ich Tests mit der neuen Batteriebank gemacht, da ist schön zu sehen, wie die Spannung ohne Landstrom-Versorgung abfällt und der neue Lader (ein Victron Multiplus) später seine Kennlinie durchzieht (zuerst „Bulk“ Ladung mit hoher Spannung, dann „Absorbtion“, später „Float“).

Einfach aus nerdiger Neugierde heraus interessant ist auch die Entwicklung der Tiefe hier im Binnenhafen in Glückstadt auf den letzten Monat betrachtet:

Tiefenveränderungen in einem Monat im Binnehafen Glückstadt.
Tiefenveränderungen in einem Monat im Binnehafen Glückstadt.

Hier geht es regelmäßig langsam ungefähr einen Meter abwärts, dann fast ruckartig wieder aufwärts: Das Sperrwerk reguliert die Tiefe hier im Binnenhafen offensichtlich nach einem festgelegten Muster, witzigerweise über mehrere Tage hinweg – also nicht abhängig von der Tide.

Ja, einige Daten und Auswertung sind „Spielkram“ und sicher nicht lebensnotwendig. Aber ob in Abwesenheit vielleicht die Lenzpumpe anspringt (dann bekomme ich auch eine E-Mail) ist schon äußerst nützlich zu wissen. Oder ob eine der Batterien ihr Temperaturverhalten über die Zeit verändert kann auf ein Problem hindeuten – auch das ist also nützlich.

Also, ich bin sehr zufrieden mit VisuShip und kann es definitiv empfehlen.


Ich finde es nervig, das immer betonen zu müssen, ist aber leider notwendig: Nein, dieser Artikel ist keine bezahlte Werbung. Ich bin kein böser Influenzer der Geld mit Content scheffelt. Ich mag Gunnar (den Erfinder von VisuShip) und freue mich, ihm mit so einem Artikel ein klein wenig helfen zu können. Vor allem aber gibt dieser Artikel meine persönliche Meinung wieder. Ganz schlicht und einfach.

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