
„Aus Kolumbien? Na, das Geld ist weg!“
Ach, Vorurteile. Leider entspricht die Realität den erlernten Klischees oft genug, um Vorurteile zu verstetigen. Aber häufig genug lohnt es sich, genauer hinzusehen. So auch bei dem Hersteller unseres neuen Tenders.
Irgendwann Ende Januar verbrachten wir ein Wochenende bei meiner Mutter. Sie wohnt in der Nähe von Kiel, zu weit weg, als das wir uns alltäglich sehen könnten. Und so verbringen wir im Winter häufig die Wochenenden dort.
An einem Nachmittag war es wieder mal trübe, regnerisch und kühl. Eben das nasskalte Wetter, das im Norden als Winter bezeichnet wird, und doch eigentlich nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Gruselig. Und langweilig. Ich las mal wieder einen Beitrag von Jennifer und James Hamilton auf ihrer MV Dirona: Die beiden reisen – wie wir – mit einem langsam fahrenden Verdränger. Dazu haben sie einen schnellen, komfortablen Tender, mit dem sie ausführliche Tagesausflüge machen.
„Eine ideale Kombination…“
denke ich. Und beginne, nachzudenken. Eigentlich war schon exakt in diesem Augenblick eine Entscheidung gefallen – doch wie das so ist, will der bewusst denkende Teil des Geistes ja noch diverse Prüfungen und Rechtfertigungen haben, bevor er so eine unbewusst und automatisiert gefällte Entscheidung akzeptiert.



