Das hat doch keinen Sinn! Der Trip von Samsø zu einem überraschenden Ziel.

Die JULIUS arbeitet in der See.
Die JULIUS arbeitet in der See.

Es knallt, es rummst, die Stöße gehen durch das ganze Schiff. Die Maschine dreht für sieben Knoten, über Grund macht die JULIUS aber nur noch eben über vier Knoten.

Der Bug wird angehoben, nur um gleich wieder auf die nächste Welle zu fallen. Dort, wo eben noch ein Wellenberg aus Wasser war, drängt sich die Bugnase des Schiffes seinen Weg frei. Beeindruckend spritzt die See über den Bug, Gischt erreicht selbst die Persenning, die den Außensteuerstand schützt.

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Die Chance genutzt: 120 Meilen durch die Nacht von Hönö nach Samsø

Am Abend des nächsten Tages auf Samsø.
Am Abend des nächsten Tages auf Samsø.

Endlich, endlich! Das Wetter hat sich doch noch beruhigt. Drei Tage Sturm sind vorbei, es ist Donnerstag und alle Wettervorhersagen berichten von ruhigen drei bis vier Windstärken beginnend heute gegen Mittag. Das ist gut, denn wir wollen – wir müssen! – einmal quer über das Kattegat, bis an die dänische Ostküste irgendwo südlich von Grenå.

Aber das ruhige Wetter wird sich nur bis morgen Mittag halten. Dann frischt es wieder auf, und dann ist er wieder da, der Starkwind, der schon in den vergangenen Wochen unser ständig unangenehmer Begleiter war.

Ein Wetterfenster, eigentlich nur ein Fensterchen, von maximal 24 Stunden. Mit der Familie reise ich gerne bei entspannter See: Den Luxus, erst nach Anholt zu laufen und dort zu übernachten, werden wir uns daher nicht leisten können.

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Abwettern des Sturms und zweimal Wiedersehen: In Hönö Klåva

Wellen brechen sich auf den Schären. Im Sturm auf Hönö Klåva.
Wellen brechen sich auf den Schären. Im Sturm auf Hönö Klåva.

Die JULIUS tanzt: Leider keinen Walzer mit sanften, gleichmäßigen Bewegungen. Vielmehr wild an den Festmachern zerrend, wie zu stampfenden Techno-Rhythmen. Mitten im eigentlich geschützten Hafen. Der Sturm heult, draußen kann man sich fast gegen die Luft lehnen, ohne umzufallen.

Nachdem wir in Gullholmen noch einen sehr schönen Sommerabend mit unseren neu gewonnenen Seglerfreunde Barbara und Peter verlebt haben, sind wir am nächsten Tag bei zunehmend trüben Wetter weiter in Richtung Süden gefahren. Der Plan war, vor den angesagten drei Sturmtagen eine möglichst gute Ausgangsposition für den Sprung über das Kattegat zur dänischen Ostküste zu erreichen.

Erstaunlicherweise gab die Windvorhersage nämlich tatsächlich zarte Hoffnung, dass nach dem Sturm ein kleines, ein ganz kleines Wetterfenster mit wenig Wind kommen könnte. Wir haben noch ein wichtiges Ziel in diesem Urlaub, und das liegt in der Nähe eines Hafens an eben jener dänischen Ostküste, mit über 100 Meilen offener See davor. 100 Meilen, das sind ungefähr 15 Stunden Fahrzeit. Beim Strom und Starkwind gegenan können daraus aber auch schnell 20 Stunden oder mehr werden.

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Ein spontaner Einfall führt zu einem netten Treffen: im schönen Gullholmen

Ein ganz besonderer Abend in Gullholmen: ohne Wind.
Ein ganz besonderer Abend in Gullholmen: ohne Wind.

„So richtig Lust habe ich nicht mehr…“

sagt der Skipper.

„So richtig Lust habe ich nicht mehr…“

sagt Steffi.

„Wann sind wir dahaaa…?“

fragen die Kinder.

„Wuff!“

fügt Bordhund Ole hinzu.

Wir sind unterwegs von der schönen Bucht bei Valön weiter zurück, weiter in Richtung Süden. Wieder durch den Sotakanalen, durch Kungshamm, an vielen schönen Schären vorbei wollen wir möglichst weit kommen. Denn: natürlich ist auch heute Wind, aber ab übermorgen soll drei Tage richtiger Starkwind herrschen: Bisher waren es ja immer nur zwischen fünf und sieben Windstärken, dann aber soll es kontinuierlich mit sieben bis acht wehen. Drei Tage lang!

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Hamburgsund, Valön, ein echter Wikinger – und warum hält der Anker nicht?

Die Wikinger sind zurück.
Die Wikinger sind zurück.

„Schnell, wo ist der Fotoapparat…?“

reißt Steffi mich aus den Gedanken, während wir den Törn von gestern fortsetzen und in Richtung Hamburgsund unterwegs sind. Wie immer in den letzten Tagen haben wir es auch heute ruhig angehen lassen, sind irgendwann nach elf Uhr ankerauf gegangen und uns gemütlich wieder in das Schärenfahrwasser begeben.

„Hier!“

antworte ich, gebe Steffi den „großen“ Fotoapparat mit 30-fachem Zoom und schaue sie fragend an.

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Wie schön das hier ist! Die Bucht von Dannemark.

Dannemark liegt in diesem Fall mitten in Schweden.
Dannemark liegt in diesem Fall mitten in Schweden.

„Papa, wie schön das hier ist!“

ruft Lena ganz beeindruckt. Wir waren von Kungsham noch weiter nach Norden gefahren und wollten eigentlich bis nach Hamburgsund. Die „Schären-Autobahn“ verlief dabei durch den Sotenkanalen, einem kurzen (knapp 5km) Kanal, der die ungeschützte Umrundung von zwei Inseln erspart (mehr hier bei Wikipedia) – eine Option, die sehr willkommen war.

Denn: auch heute gab es viel Wind. Wie bisher jeden Tag seit Urlaubsbeginn. Erwähnte ich das schon? 

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Starkwindfahrt in das übervolle Smögen – mit Video!

Abendstimmung - allerdings nicht in Smögen.
Abendstimmung – allerdings nicht in Smögen.

Wie jeden Tag so begrüßte uns auch der Dienstag mit viel Wind. Und heute hatte er auch noch mal deutlich zugelegt, 6 – 7 Windstärken waren angesagt. Und weiterhin war nicht abzusehen, ob und wenn ja wann der Wind jemals wieder aufhört.

Aber: wir sind in den Schären und der weitere Weg nach Norden ist zu großen Teilen geschützt. Nur auf relativ kurzen Teilstrecken konnte die aufgewühlte See ungehindert in das Schärenfahrwasser gelangen, was für des Skippers Crew eine gute Gelegenheit ist, wieder Seebeine zu bekommen.

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„Wir gehen längsseits!“ – direkt am Felsen: Im Naturhafen Kälkerön

Die Mühe mit dem Heckanker gespart und längsseits am Felsen angelegt.
Die Mühe mit dem Heckanker gespart und längsseits am Felsen angelegt.

Von Hättan sollte es weiter nach Norden gehen. Losgekommen sind wir aber wieder erst spät, irgendwann gegen Mittag. Die Nächte sind momentan leider nur bedingt erholsam: Unser Kletter- und Wasserhondje ist leider kein Langschlafhondje.

Vielmehr meint der Herr Ole, sich schon mal nachts um vier melden zu müssen – zu Hause in Hamburg hatten wir das schon lange nicht mehr. Dann also kurz aufstehen, mit dem Hund aufs Achterdeck gehen, ihn dort pinkeln lassen, abspülen, Hund wieder auf den Schlafplatz verfrachten und selbst wieder in die Koje kriechen. Das geht alles noch, denn Ole kringelt sich sofort wieder in seine Schlafposition und macht die Augen zu. 

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Die ersten „einsamen“ Schären: Der Naturhafen bei Hättan

Von Anker im Naturhafen von Hättan
Von Anker im Naturhafen von Hättan

„Auf Wiedersehen, vielen Dank für die Gastfreundschaft!“

rufen wir Michael Rasmussen am Sonntag Mittag zu, nachdem wir abgelegt haben und kurz parallel zur Mira lagen, auf dessen Vordeck Michael und sein Hund Clara stehen und uns verabschieden.

Unser Ziel für heute ist ein Naturhafen, der von drei Inseln eingerahmt wird: Hättan, Kärrsön und Risön:

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