REFITTING JULIUS – Folge 6: Im Winter – Luftfeuchtigkeit in den Griff bekommen. Heizungsumbau!

Ein gut beheiztes Boot – aber die Fensterrahmen schwitzen, Metallscharniere der Luken tropfen, Holz ist feucht.

Hier mache ich den Test, ob ein Umbau der Heizung dieses Problem lösen kann.

Links:

– Die Folie auf den Luken ist TesaMoll: https://amzn.to/2G6yxKI
– Lüftungskaterial: https://www.growland.net/Belueftung und https://www.lueftungsland.de

Nachtrag 3.2.2019 20 Uhr

Ein Test von heute: Heizung ging heute Nacht um 0330 an, wir waren zu Zweit um ca. 12 Uhr beim Boot. Da war die Luftfeuchtigkeit im Salon auf 34% (!).
Wir waren ca. 4 Stunden an Bord, dabei stieg die Luftfeuchte mal auf 42%, sank aber auch wieder auf unter 40%. Die Fensterrahmen waren fast trocken, Holz und Metallscharniere der Luken waren komplett trocken.

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6 Kommentare zu “REFITTING JULIUS – Folge 6: Im Winter – Luftfeuchtigkeit in den Griff bekommen. Heizungsumbau!

  1. Thomas jetzt SV Rodspaetten

    Julian, die einzig wirklich wirksame Lösung ist dies: Meaco Adsorptie Luchtontvochtiger DD8L-ION. Diese Lösung kostet Dich keine EUR 300.- aber damit ist Dein Problem gelöst.
    Ich schicke Dir meinen detaillierten Bericht noch via Mail zu.

    1. Julian Buß

      Hallo Thomas,

      einen aktiven Lufttrockner (allerdings via Kompressor) hatte ich letzten Winter im Einsatz. Das hat mir aber überhaupt nicht gefallen: Verbraucht relativ viel Strom, der Lüfter ist hörbar und – vor allem – es ist ein großes Gerät. Ich weiß gar nicht, wo ich den hinstellen soll, ohne dass er stört.

      Als permanente Lösung kann ich mir das nicht vorstellen. Zumal: Was mache ich vor Anker? Da habe ich so viel Strom nicht.
      Und: Ich will möglichst NICHT permanent Landstrom nehmen (leider hat der Vorbesitzer kein Trenntrafo verbaut, und werden bei permanentem Landstrom die Anoden spürbar schneller verbraucht).

  2. Thomas jetzt SV Rodspaetten

    Deine Annahme, dass Aussenluft, insbesondere in der Kälte und damit „trockener“ sei ist nur teilweise richtig. Sobald diese erwärmt wird „schwängert“ sich sich sofort mit der Innenfeuchtigkeit an und dann ist das ein Null-Summen-Spiel. Bedenke, dass eine Person alleine ca. 3 Liter Feuchtigkeit abgibt. Dazu kommt kochen, abwaschen, duschen, Türe auf, Türe zu usw.
    Damit führst Du täglich locker 10 Liter Wasser (in Form von Wasserdampf) in das Innenvolumen des Schiffes rein. Sind mehrere Personen an Bord, multipliziert sich sogar die Menge.
    Die kriegst Du NIE nur mit Heizungwärme raus. Wenn schon, dann eher mit einer Klimaanlage (im Auto trocknen dieses selbst im kalten Winter ja sofort die Scheiben, wenn diese durch die einströmende Wärme beschlagen). Den gleichen Effekt hast Du, nur in viel grösserem Massstab, auch im Schiff.

    Wie Dir schon im Bericht dargelegt, hilft nur die Ausscheidung UND Evakuation des Wasserdampfs aus dem Innern. Alle anderen Versuche wurden von zahlreichen Werften schon längst verworfen.
    Die Effekte die Du festgestellt hast, sind nur auf kurze Dauer gültig.

    Die Adsorptionslösung kostet Dich, wie gesagt, knappe 300 EUR. und im Nebeneffekt hilft die mit der Abwärme sogar noch Deiner Heizung. Zudem hilft der Ventilator durch Ansaugen und Abgabe der trockenen Luft sogar der gewünschten Zirkulation. Und, DU kannst mit dem Hydrometer, die gewünschte rel. Feuchtigkeit einstellen und dann arbeitet das Gerät ob Du an Bord bist oder nicht automatisch.

    Glaube mir, es gibt keine einfachere und wirksamere Lösung.

    1. Julian Buß

      Ja, das wird alles stimmen. Aber: Ich bewohne das Boot ja nicht permanent im Winter, ich halte mich dort tageweise auf. Maximal mal mit einem Freund ein kurzer Tripp am Wochenende – das ist eine andere Situation als bei Euch, als ihr auf dem Schiff gewohnt habt.

      Die kalte Luft von außen verdrängt ja die warme, feuchte Luft im inneren. Bei mir u.a. dadurch, dass ich einen ständig laufenden Lüfter an der Decke vom Salon habe, der die warme Luft von der Decke nach außen abführt.

      Der nächste Test heute ergab folgendes: Die Heizung hatte ich heute Nacht um 0330 anschalten lassen, wir waren dann um ca. 12 Uhr Mittags beim Boot. Draußen ca. 4 Grad, 70% Luftfeuchtigkeit. Drinnen im Salon 34% (!) Luftfeuchtigkeit.
      Alle Fensterrahmen so gut wie trocken, Holz war trocken, die Metallscharniere der Luken waren trocken.

      Dann haben wir uns zu Zweit ca. 4 Stunden lang auf dem Boot aufgehalten. Die Luftfeuchtigkeit im Salon stieg kurzzeitig auf 40%, nahm dann aber wieder auf unter 40% ab. Es waren aber auch optimale Bedingungen: Sonnenschein und mit 70% ohne hin schon relativ trockene Luft draußen.

      Also, für die Art Winternutzung wie ich sie habe – eben nicht permanent – sieht das erstmal nach einer echten Lösung aus. Wie in der anderen Antwort geschrieben: Für einen aktiven Lufttrockner habe ich keinen sinnvollen Platz, und den Stromverbrauch und das Betriebsgeräusch möchte ich unbedingt vermeiden.

      Es gibt übrigens auch Adsorbtionstrockner, die man in die Luftführung der Heizung hängen kann. Das habe ich auch überlegt, dann wäre das Ding im Maschinenraum, wo es nicht stört. Sowas ist aber Profizeugs, richtig teuer und verbraucht halt auch permanent ordentlich Strom.

  3. Andreas Schiebel

    HI, ich kämpfe ja auch. wohne fast die ganze Zeit an Bord. Ich hab die Ansaugung von Anfang an von außen. Was du du nicht beurteilen kannst ist, Wieviel mehr du Sprit verbrauchst, weil die Heizung mehr arbeiten muss. Ich hab nen kleinen 70W Absorber Entfeuchter für ca 100 Euro. der läuft nur wenn viele Leute hier sind. Bin ich allein ist der nicht an. ich hab gerade und das oft um die 45% Luftfeuchte. Ist aber auch abhängig von der Temperatur. Bei mir sind gerade 21 grad. Die eEnfachverglasung ist noch besser zu machen. wie geht das mit der Folie. Auf die Scheibe oder auf den Rahmen kleben?hab Schraubenköpfe die rausschauen aus den Rahmen, daher nicht völlig plan. geht das dann noch?
    lg Andreas

    1. Julian Buß

      Hallo Andreas,

      über die Folie mach ich auch noch ein Video, weiß ich aber noch nicht, wann. In Kurzform vorab: Bei der Folie ist ein durchsichtiges, ca. 5mm breites, beidseitiges Klebeband dabei.

      Ziel ist, dass du eine möglichst dicke Luftschicht zwischen Fenster und Folie hast.

      Daher macht es Sinn, die Folie auf den Rahmen zu kleben. Also Klebeband auf den Rahmen, sicherstellen dass die Scheibe sauber und trocken ist ,dann Folie rauf. Die Folie wird dann mittels Fön kurz erhitzt und zieht sich dabei zusammen, Falten und Unebenbeiten verschwinden dadurch und die Folie baut Spannung gegen das Klebeband auf.

      Wenn deine Schraubenköpfe nicht zu sehr rausstehen kann ich mir vorstellen, dass du das Klebeband einfach drüber kleben kannst. Probier es aus, kostet nicht die Welt und wenn es klappt, ist das ein echter Gewinn.

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